Gesundheit aus der Natur

Die Menschen unserer Zeit wissen meist nur sehr wenig über die heilenden Kräfte der Natur. Sie bietet unzählige rein natürliche Wege um Krankheiten und kleinere Leiden zu lindern oder zu heilen. Wir von Neuner’s haben hier für Sie verschiedene Tipps und Ratschläge, aus der reichen Erfahrung des Naturheilers Hans Neuner zusammengestellt, um Erkrankungen zu verstehen und den Körper mit natürlicher Unterstützung wieder in Einklang zu bringen. Entdecken Sie die Kraft der größten Apotheke der Welt – der Natur.

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Allergien

Man kann sagen, Allergien sind veränderte Reaktionsfähigkeiten des menschlichen Organismus durch das Eindringen körperfremder Stoffe nach dem Überstehen schwerer Erkrankungen, durch Medikamentenmissbrauch und besonders auch durch Reaktionen des Körpers auf Umwelteinflüsse. Zudem spielen seelisch-nervliche Einflüsse bei vielen Formen und Reaktionen der Allergien mit. Auch Vererbung und Veranlagung sind wichtige Faktoren. Hauptverursacher sind hochmolekulare Eiweißkörper, die Allergene, die in großer Zahl und auf verschiedenartige Weise in den Körper eindringen. Im Wesentlichen werden Eiweißstoffe und Säuren durch die Nahrung in den Körper gebracht. Auch machen vor allem die vielfältigen Umweltbelastungen eine Behandlung immer schwieriger. Sie beeinflussen die Qualität unserer Nahrungsmittel extrem. Sie reichen von Wasser- und Luftverschmutzung bis hin zu Spritz- und Düngemitteln die, zwar innerhalb von Grenzwerten, aber doch immer in gewisser Konzentration in unseren Nahrungsmitteln verbleiben. Allergene können aber auch durch die Atemwege aufgenommen werden, so dass es in der Folge auch zu asthmatischen Beschwerden oder zu Heuschnupfen kommt, da der Schutz der Atmungsorgane belastet wird. Durch die kaum überschaubare Vielfalt der Erreger wird es immer schwieriger den Verursacher ausfindig zu machen. Aufzeichnungen über Ort und Zeitpunkt des Auftretens der Allergie zu führen ist sehr hilfreich und effizient um Regelmäßigkeiten und so den oder die Verursacher ausfindig zu machen Damit der Körper neben der Allergie entlastet wird, sollte zur Ausschwemmung und Ableitung von angestauten Harnsäuren, Salzen, Phosphaten und dergleichen, reichlich wasser- und harnsäuretreibender Tee getrunken werden. Geeignet sind hier harntreibende Heilkräuter wie Brennnessel, Birkenblätter, Schachtelhalmkraut oder Schafgarbe. Solange die Ursache der Allergie noch nicht geklärt ist, sollte man auch auf eine gesundheitsbewusste Ernährung achten und eiweißarme Kost bevorzugen. Da eventuelle Mangelerscheinungen die Ursache vieler Allergien sind wäre es zweckmäßig das Blut auf Kalium, Phosphor, Eisen und Magnesium überprüfen zu lassen und eventuelle Mängel durch entsprechende Ergänzungsmittel zu beheben.

Arteriosklerose

Arteriosklerose wird auch Arterienverkalkung genannt, doch eigentlich müsste man eher „Arterienverfettung“ sagen, denn der Beginn ist eine Fettablagerung an den Gefäßwänden der Arterie. Erst viel später kommt es dann durch Kalkablagerungen zur Versteifung der Gefäße. Zu den mitverursachenden Schädigungen gehören überreiche Fettnahrung, Nikotin, Alkohol, Gicht, Stoffwechsel- und Infektionskrankheiten. Es besteht die Gefahr eines möglichen Gefäßverschlusses durch Embolie oder Thromben. Auch wird durch die Kalkablagerung die Elastizität der Gefäße vermindert, wodurch das Herz zu größerer Arbeitsleistung gezwungen wird. Dadurch kommt es oft zu extrem hohem Blutdruck. Anzeichen für eine Erkrankung an Arteriosklerose sind Atemnot, Schwindelgefühl, Kopfschmerzen, Kreislaufstörungen oder auch heftiges Herzklopfen.

Die Natur bietet zur Behandlung sowie zur Vorbeugung von Arteriosklerose einige sehr hilfreiche Pflanzen. Als Erstes ist eine spezifische Diät einzuhalten, bei der Obst und Gemüse, vor allem als Rohkost genossen, die Grundlage bilden sollten, tierische Fette, welche beispielsweise in Fleisch, Eiern und Milch enthalten sind, sollen hingegen vermieden werden. Es lässt sich auch aus der Tatsache, dass in asiatischen Ländern wo Naturreis ein Grundnahrungsmittel und diese Erkrankung nahezu unbekannt ist, herleiten, dass es sich empfiehlt auch Naturreis regelmäßig auf den Speiseplan zu stellen. Genauso ist die Verwendung von pflanzlichen Ölen in der Küche wichtig und es sollte täglich ein Esslöffel Maisöl eingenommen werden. Starkes würzen mit Salz sollte eingeschränkt werden, dafür darf und muss man vor allem bei Lauchgemüse wie Knoblauch den Verzehr steigern. Heilkräuter wie Arnika, Weißdorn und Schafgarbe sind in Teeform bei der Heilung von Arteriosklerose gute Helfer und wichtige Begleiter. Genauso wie auf die konsequente Ernährung sollte man auch auf regelmäßige Bewegung an frischer Luft achten.

Asthma

Unter Asthma versteht man im besonderen beklemmende Atemnot durch Funktionsbehinderung der tieferen Luftwege. Man hat allerdings verschiedene Erscheinungsformen zu unterscheiden:

Organisches Asthma – Veränderungen des Herzens, der Lunge usw, sind die Ursache des Leidens.

Organisches Asthma wird durch Veränderungen von Organen wie des Herzens, der Lunge usw. verursacht. Bei der Behandlung muss daher die organische Erkrankung im Vordergrund stehen, denn nur durch die Beseitigung der Ursachen kann die Wiederholung der Anfälle verhindert und unterbunden werden. Infolge jahrelangen Verhaltens von Bronchialasthma, Herz- und Kreislaufstörungen oder Berufserkrankungen kann es zu organischem Asthma kommen. Besonders gefährdete Berufe sind Steinmetze, Straßenarbeiter und Steinbrucharbeiter aber auch Chemiearbeiter oder Anstreicher.

Kongestives Asthma – Durch großen Blutandrang in Herz, Lunge usw kommt es zum Anfall. Dabei ist das Gesicht stark gerötet.

Es entsteht durch zu großen Blutandrang in Herz, Lunge, Unterleibsorganen usw. Beim Anfall ist das Gesicht stark gerötet, Herzklopfen und Herzbeklemmungen sind mit Atemnot und Schwindel verbunden. Kommen die Anfälle Nachts sind die Auswirkungen meist erheblich schwerwiegender. Diese Erscheinungsform tritt meistens bei sehr wohlgenährten, dickblütigen Personen auf. Bei der Behandlung ist vor allem Anderen die Lebensweise des Patienten zu untersuchen. Am Einfachsten und Wichtigsten wird hier als Erstes die Umstellung der Ernähung sein. Fette, schwerverdauliche Kost sowie Fleisch, Suppen, Wein und Spirituosen müssen vermieden werden.

Den betroffenen Personen ist im Frühling und Herbst dringend eine Blutreinigungskur zu empfehlen, da sie das Blut und die Organe reinigt und so die Ursachen des kongestiven Asthmas lindert.

Nervöses Asthma – Die Ursachen sind meist nervlicher oder psychischer Natur. Durch Erregungszustände verkrampfen sich die Bronchien oder die Luftröhre.

Die Ursachen sind meist nervlicher oder psychischer Natur. Durch die Erregungszustände verkrampfen sich die Bronchien oder die Luftröhre. Man spricht dann allgemein von einem Brustkrampf. Betroffene sind meist seelisch-depressive Menschen, Neurotiker und manchmal auch Hysteriker. Die Neigung zu nervösem Asthma kann auch vererbt werden. Menschen, die an nervösem Asthma leiden, sollten regelmäßige Atemübungen machen und darauf achten, sich nicht in schlecht gelüfteten Räumen aufzuhalten.

Kräuter die empfohlen werden sind nervenberuhigende wie Baldrian und Melisse aber auch Schlüsselblume, Anis und Thymian. Das Trinken von Teezubereitungen wie Neuner’s Nerventee Nr. 1 begünstigt die Heilung von nervösem Asthma. Brustwickel mit demselben Tee verschaffen bei stärkeren Anfällen Linderung. Dabei wird ein Tuch mit dem Tee getränkt und dann soweit zusammengedrückt, dass keine Flüssigkeit mehr abtropft. Dieses wird um die Brust gewickelt und dort mindestens 10 bis 15 Minuten belassen.

Bronchialasthma – Es zeigt sich durch Atemnot vor allem beim Ausatmen. Es besteht auch die Neigung zu Hustenreiz. Die Anfälle können sich bis zur Erstickungsnot steigern.

Bronchialasthma zeigt sich durch Atemnot, vor allem beim Ausatmen. Hier besteht auch eine Neigung zu Hustenreiz und verschieden geartetem Auswurf. Im fortgeschrittenen Stadium können sich die Anfälle bis zur Erstickungsnot steigern. Es beruht auf einer Verengung der Luftröhrenverzweigungen, die oft mit Übersekretion verbunden ist und einer daraus resultierenden Entzündung. Diese Entzündung ist dafür verantwortlich, wenn die Atemnot auch in der anfallsfreien Zeit weiterbesteht. Jahrelanges Verhalten von Bronchialasthma kann zu organischem Asthma führen.

Kräuter wie Thymian, Huflattich, Schöllkraut, Eibisch und Isländisch Moos können als Tees zubereitet Linderung bringen. Die Tees können hier auch mit Honig gesüßt werden, da der reizlindernde Effekt eine weitere Besserung des Hustenreizes bewirkt. Einreibungen im Brustbereich mit Neuner’s Körperfit oder Neuner’s Kräuteröl bringen von der Haut her etwas Erleichterung.

Herzasthma – Meist sind hierbei ältere Menschen betroffen. Der Krankheitsherd ist oftmals in den linksseitigen Herzteilen zu suchen.

Diese Form von Asthma befällt meistens ältere Menschen, wobei der Krankheitsherd in den linksseitigen Herzteilen zu suchen ist. Bei der Behandlung ist wichtig, dass der kleine Blutkreislauf (Herz-Lunge-Herz) mit herzstützenden, kreislauffördernden Mitteln gefördert wird. Hier helfen Heilkräuter wie Baldrianwurzel, Weißdorn, Anis, Schlüsselblume und Sonnentau aus denen Tees für Herz-Nerven zubereitet werden. Herzasthmatikern sind Aufenthalte in Luftkurorten zu empfehlen sowie Spaziergänge in Nadelwäldern.

Blähungsasthma – Hier ist vor allem beim Essen zu beachten, dass blähende Speisen und Getränke gemieden werden. Auch ist auf tägliche Stuhlentleerung zu achten.

Hier ist vor allem auf tägliche Stuhlentleerung zu achten. Im Bedarfsfalle kann mit leichten Abführtees und -mitteln nachgeholfen werden. Beim Essen müssen blähende Speisen und Getränke vermieden werden. Dazu gehören besonders Kohlgemüse, Hülsenfrüchte, Bohnenkaffee, kohlensäurehaltige Getränke und Bier. Das Abendessen sollte möglichst klein ausfallen.

Um Blähungen und Krämpfe zu bekämpfen hat uns die Natur Kräuter gegeben wie die Kalmuswurzel, Anis, Kümmel, Pfefferminze, Kamille und Lavendel. Eine Teemischung mit blähungstreibender Wirkung sowie verdauungsfördernde Mischungen sollten getrunken werden.

Generell ist zu sagen, dass Asthmakranke oftmals besser im Bett sitzen anstatt liegen sollten, das gilt vor allem für Kinder. Bei Asthma sind vor allem zwei Dinge wichtig: möglichst viel Rohkost zu essen und für Luftveränderung zu sorgen. In Frage kommen mittlere Gebirgslagen, Seereisen oder längere Aufenthalte in Seebädern mit Reizklima (zB Nordsee, Kanarische Inseln, Madeira). Da Asthmaleidende oft allergisch reagieren sollte man reizauslösende Ursachen wie ungewaschene Wolle, Kunstfaserstoffe, Staub, Heu und Haustiere wie Hunde, Katzen und Meerschweinchen fernhalten.

Aufstoßen

Aufstoßen ist meistens auf Magenstörungen zurückzuführen, kann aber auch durch Leber- oder Gallenerkrankungen verursacht werden. In der Regel wird jedoch ein Zuviel oder Zuwenig an Magensäure an diesem lästigen und unangenehmen Übel schuld sein. Es lässt außer auf Übersäuerung des Magens auch auf Magen- oder Zwölffingerdarmgeschwüre schließen. Aufstoßen nach dem Essen zeigt eine Verdauungsschwäche aufgrund fehlender oder mangelnder Magensäure an. Selbstverständlich ist es hier wichtig, die eigentliche Ursache zuerst festzustellen und die dementsprechende Behandlung einzuleiten. Oftmals kann man allein mit den Helfern der Natur, den Heilkräutern, Abhilfe schaffen und auch in Fällen von Geschwüren bilden sie eine sinnvolle und effektive Begleitung.

Gegen akute Beschwerden hilft es stündlich ein bis zwei Esslöffel Wermut- oder Salbeitee einzunehmen. Es ist wichtig langsam zu essen, gut zu kauen und während der Mahlzeiten nichts zu trinken und hierbei vor allem kaltes Wasser und Alkohol zu meiden.

Bauchspeicheldrüse

Die Bauchspeicheldrüse wird auch Pankreas genannt und ist eine durchschnittlich 15 cm lange Drüse mit innerer und äußerer Sekretion. Nach außen produziert sie täglich etwa einen halben bis dreiviertel Liter Bauchspeichel der wichtig ist für die Verdauung von Fett, Eiweiß und Kohlenhydraten. Bei der inneren werden Insulin und Glukagon erzeugt, welche für die Regelung des Blutzuckerspiegels verantwortlich sind. Weiters liefert sie ein Hormon, das zur Senkung des Blutdruckes dient. Diese kurze Aufstellung von Funktionen macht deutlich wie wichtig und kompliziert dieses Organ ist.

Ist die äußere Sekretion gestört, leidet die Fett-, Eiweiß- und Kohlehydratverdauung so dass unverdaute Nahrungsmittel wie Fleischfasern in den Darm kommen. Die auffälligsten Merkmale einer Erkrankung oder Störung der Bauchspeicheldrüse sind Blähungen, Aufstoßen (besonders nach dem Genuss fetter Speisen), Völlegefühl, Druck im Oberbauch, Schwindelgefühl, Müdigkeit und Verdauungsstörungen. Im Falle einer Erkrankung muss man Lebensmittel wie Bohnenkaffee, Kakao, blähendes Gemüse, fette Speisen, Soßen, Vollmilch, Sahne, Butter, Eier und Nüsse meiden. Es sollten dafür Rosen- und Rotkohl, Weißkraut, Sauerkraut und Gewürze wie Kümmel, Fenchel und Anis verwendet und gegessen werden. Im Falle von Diabetes, der sogenannten Zuckerkrankheit, ist es zu empfehlen jeden Abend ein Glas Sauerkrautsaft zu trinken.

Erkrankungen des Pankreas gehören unbedingt in die Hände eines Arztes, nicht zuletzt da sie häufig die Folge von Infektionskrankheiten, Darmerkrankungen oder Galleleiden sind. Allerdings hat sich bei der unterstützenden natürlichen Behandlung immer wieder Tausendguldenkraut bewährt, was sich auf die darin enthaltenen Bitterstoffe zurückführen lässt. Hilfreich ist auch Leinkraut und pulverisierte Faulbaumrinde. Auch die Meisterwurz ist ein sehr kompetenter Helfer bei Bauchspeicheldrüsenproblemen, vor allem in Schnapsform. So ist zwar generell Alkohol bei Erkrankungen in diesem Bereich verboten, allerdings wirkt sich ein täglich Morgens getrunkenes Stamperl von dem, im Tiroler Zillertal gebrannten, Schnaps sehr positiv auf die Besserung und Heilung von unterschiedlichsten Bauchspeicheldrüsenproblemen aus.

Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse sind sehr langwierig und unangenehm, daher ist vor allem hier geboten: Vorbeugen ist besser als heilen! Auf möglichst fettarme und natürliche Ernährung zu achten und sich regelmäßig zu bewegen wäre daher besonders empfehlenswert.

Blasenentzündung

Blasenentzündungen entstehen meistens durch eine Verkühlung der Blase. Für Menschen mit einer Blasenentzündung oder der Neigung zur schnellen Erkrankung der Blase ist das Sitzen auf Steinböden und der bloßen Erde vollkommen untersagt. Gesunde Menschen können als Faustregel in Monaten ohne „r“ (Mai, Juni, Juli, August) bedenkenlos auf der bloßen Erde sitzen und barfuss herumlaufen, was in Monaten mit „r“ (September, Oktober, November,...) nicht zu empfehlen ist, da diese in unseren Breitengraden tendenziell kälter sind und auch der Boden diese Kälte ausstrahlt. Auch wenn die Sonne noch so schön scheint, sollte man zumindest zum Sitzen auf der Erde eine Decke verwenden und Sandalen tragen.

Die Kräuter der Wahl bei einer Blasenentzündung sind Bärentraubenblätter, Kamille, Liebstöckel, Hauhechelwurzel, Birkenblätter, Schachtelhalm sowie Eibisch. Man sollte möglichst viel trinken, vorrangig natürlich Kräutertees speziell für die Blase wie Neuner’s Nr. 3 Blasentee. Äußerlich wirken warme Wickel mit Kamillentee oder Schachtelhalmkrauttee heilend. Abends ist es zu empfehlen Einreibungen mit Neuner’s Körperfit durchzuführen und hierbei nicht nur den Unterbauch sowie die Blasengegend, sondern auch das Kreuz und die Oberschenkel einzureiben. Empfehlenswert ist es, Neuner´s Körperfit vorher anzuwärmen und danach sofort ins warme Bett zu gehen. Nicht nur der Unterleib, sondern besonders auch die Füße müssen warm und trocken gehalten werden. Auch sollte man auf scharf gewürzte Speisen, insbesondere auf Pfeffer, Paprika, Salz, Senf und Essig verzichten. Ebenso ist Alkohol zu meiden.

Blasenleiden

Die meisten Blasenerkrankungen entstehen durch Erkältungen des Unterleibs, durch kalte Füße und mangelhafte Bekleidung der unteren Körperhälfte. Auch das Tragen nasser Badehosen kann Erkrankungen der Blase nach sich ziehen. Selbstverständlich gibt es aber eine ganze Reihe von Blasenerkrankungen, die auf andere Ursachen zurückzuführen sind. Vor allem kommen hier die Nieren, die Harnleiter sowie der ganze Unterleib aber auch Folgeerscheinungen nach Infektionskrankheiten wie zB Scharlach oder Masern in Betracht. Daher ist es sinnvoll, in solchen Fällen einen Facharzt für Urologie, den in erster Linie hierfür zuständigen Fachmann, aufzusuchen. Drei häufige Erkrankungen der Blase sind die Blasenentzündung aufgrund von Verkühlung, die Reizblase und Blasenschwäche.Hilfreiche Kräuter bei Blasenerkrankungen sind Bärentraubenblätter, Kamille, Liebstöckel, Hauhechelwurzel, Birkenblätter, Schachtelhalm sowie Eibisch. Man sollte möglichst viel trinken, vorrangig natürlich Kräutertees speziell für die Blase wie Neuner’s Nr. 3 Blasentee. Äußerlich kann man warme Wickel mit Kamillentee oder Schachtelhalmkrauttee machen sowie ein bis zwei Mal täglich, etwa 15 Minuten dauernde, Sitzbäder. Nach den Sitzbädern und generell abends ist es auch zu empfehlen Einreibungen mit Neuner’s Körperfit durchzuführen und hierbei nicht nur den Unterbauch sowie die Blasengegend, sondern auch das Kreuz und die Oberschenkel einzureiben. Empfehlenswert ist es, Neuner´s Körperfit vorher anzuwärmen und danach sofort ins warme Bett zu gehen.Virus- oder bakterielle Erkrankungen oder auch Folgeerkrankungen der Blase nach venerischen Krankheiten oder ähnlichem sind selbstverständlich nur Sache des Facharztes. Bei allen Blasenerkrankungen ist primär auf warme Kleidung zu achten. Nicht nur der Unterleib, sondern besonders auch die Füße müssen warm und trocken gehalten werden. Auch sollte man auf scharf gewürzte Speisen, insbesondere auf Pfeffer, Paprika, Salz, Senf und Essig verzichten. Ebenso ist Alkohol zu meiden. Für Menschen mit Blasenleiden ist das Sitzen auf Steinböden und der bloßen Erde vollkommen untersagt. Gesunde Menschen können als Faustregel in Monaten ohne „r“ (Mai, Juni, Juli, August) bedenkenlos auf der bloßen Erde sitzen und barfuß herumlaufen, was in Monaten mit „r“ (September, Oktober, November,...) nicht zu empfehlen ist. Auch wenn die Sonne noch so schön scheint sollte man zumindest zum Sitzen auf der Erde eine Decke verwenden und Sandalen tragen.

Blasenleiden - Reizblase

Die Ursachen einer Reizblase sind meistens schwere Erkrankungen, bei Frauen vor allem bei Unterleibserkrankungen oder Operationen, Bestrahlungen oder nach schweren Entbindungen. Ebenso können Reiz- oder Krampfhusten eine Reizblase verursachen, wobei bei krampfartigem Husten das Wasser stoßweise aus der Blase gedrückt wird.

Hier gelten als die wichtigsten Heilkräuter Kamille und Schachtelhalmkraut, welche sowohl im Tee als auch in Sitzbädern Anwendung finden. Empfehlenswert ist hier auch ein spezieller Blasentee wie Neuner’s Nr. 3 Blasentee und das Einreiben der unteren Bauchgegend mit Neuner’s Körperfit.

Blasenschwäche

Sie kommt häufig bei Menschen vor, die beruflich viel mit dem Auto unterwegs sein müssen, wie zum Beispiel Fernfahrer. Bei Frauen ist Blasenschwäche auch häufig nach schweren Entbindungen und schweren Erkrankungen der Gebärmutter zu beobachten. Außer der notwendigen ärztlichen Behandlung empfehlen sich Heilkräuter wie Bärentraubenblätter, Hauhechelwurzel, Birkenblätter und Thymian als Teezubereitungen. Auch Sitzbäder mit Moor oder Schachtelhalmkraut sowie Einreibungen der unteren Bauchgegend mit Neuner’s Körperfit und Neuner’s Kräuteröl wirken heilend.

Als Folgeerscheinungen von Wirbelsäulenleiden oder der Einnahme von Antibiotika sind sie durch Behandlung der Erkrankungsursache zu bekämpfen. In diesen Fällen empfiehlt sich ein wöchentliches Sitzbad mit Schachtelhalmkrauttee.

Blutarmut

Von Blutarmut spricht man, wenn das Blut zu wenig rote Blutkörper und Blutfarbstoff enthält. Äußerlich sichtbares Zeichen von Blutarmut ist eine auffallende Blässe der Haut, doch das allein wäre noch kein Beweis, da Blässe auch andere Ursachen haben kann. Die Hautfarbe hängt stark von der allgemeinen Beschaffenheit der Haut ab, von ihrer Dicke, Pigmentierung usw. Es ist daher immer notwendig, bei Verdacht auf Blutarmut eine Blutuntersuchung durchzuführen, um festzustellen, ob tatsächlich eine Verminderung der roten Blutzellen oder des Blutfarbstoffes vorliegt. Blutarmut kann durch größeren Blutverlust entstehen, etwa bei Verletzungen oder inneren Blutungen. In solchen Fällen wird sie durch vermehrte Neubildung der Blutzellen im Knochenmark meist bald ausgeglichen, doch manchmal ist es nicht mehr im Stande, den entstandenen Blutverlust zu ergänzen. In vielen Fällen sind Ernährungsstörungen durch falsche oder ungenügende Ernährung die Ursache der Blutarmut. Der Körper bzw. das Knochenmark benötigt zur Blutbildung Aufbaustoffe wie Eisen, Phosphor, Magnesium und ähnliches. Besonders Eisenmangel ist hier hervor zu heben.

Die Bleichsucht junger Mädchen ist oft die Folge willentlicher Unterernährung um gesellschaftlichen Trends zu folgen. Die Ursache für Blutarmut bei Kindern ist meist Schulstress. Der falsche Ehrgeiz vieler Eltern zwingt deren Kinder in Schulen, die sie schlichtweg überfordern, dann werden sie leichtsinnig der Faulheit beschimpft, ohne zu bedenken, dass auch Fleiß eine Veranlagungs- und Begabungssache ist. Wichtig für die gesunde und natürliche Entwicklung eines jungen Menschen ist das Gleichgewicht zwischen Körper und Geist. Doch kommt es durch geistige Überforderung oft zur Vernachlässigung der körperlichen Betätigung oder umgekehrt. Alle Eltern sollten sich einfach bemühen, die gesündesten und glücklichsten Kinder zu erziehen.

Die Symptome der Blutarmut sind vielfältig. Extreme Müdigkeit, Appetitlosigkeit, Kraftlosigkeit, blasse, schlaffe Haut, Kopfschmerzen, Schwindelgefühl, Rückenschmerzen und ein allgemeines Schweregefühl sind ebenso Anzeichen von Blutarmut wie schlechte Haltung und körperlicher Verfall. Die Therapie richtet sich wie immer nach der Ursache. Sehr wichtig ist es, auf die gezielte Zufuhr wichtiger Aufbaustoffe mit der Nahrung und durch entsprechende Ergänzungsmittel zu achten. Auch wichtig ist viel frische, sauerstoffreiche Luft zum Beispiel bei Waldspaziergängen. Im Frühling sind besonders frische Brunnenkresse, Bachkresse oder Kapuzinerkresse zu empfehlen. Ebenso frische Brennnesseln, da in diesen Pflanzen außerordentlich viele Mineralien und Salze angereichert sind. Sehr wirksam ist auch die rote Bete sowie frische Kuhmilch. Das wohl älteste Mittel gegen Blutarmut ist Honig. Er enthält viel Traubenzucker und Eisen und wirkt somit blutbildend, lösend, reinigend und stärkend. Am besten wirkt er in aufgelöstem Zustand, weshalb man ihn immer in Tees aufgelöst trinken sollte. Natürlich gibt es auch hier ungemein hilfreiche Kräuter. So sind dies die Brennnessel, schwarze Johannisbeeren, Schafgarbe, Tausendguldenkraut, Thymian und Lindenblüten. Auch kalte Abreibungen vor dem zu Bett gehen regen die Blutzirkulation und somit auch Bildung an. Für Erwachsene ist ein Glas guter Rotwein zu den Hauptmahlzeiten zu empfehlen, wobei man hier unbedingt auf die Qualität achten muss. Das tägliche Glas Wein ist kreislauffördernd und verhindert zudem die Verkalkung der Arterien.

Blutdruck

Um alle Teile des Körpers erreichen und somit versorgen zu können, bedarf das Blut eines gewissen Druckes. Dieser ist abhängig von den verschiedensten Lebensumständen. Beim jungen Menschen ist der Blutdruck niedriger und steigt dann mit dem Altern kontinuierlich an, bei einem liegenden Menschen ist er niedriger als bei einem stehenden oder gehenden. Morgens ist er niedriger als abends und selbst eine so unberechenbare Komponente, wie das Wetter, spielt eine nicht zu unterschätzende Rolle beim Steigen und Sinken des Blutdruckes.

Ganz besonders wichtig ist allerdings der seelische Zustand des betroffenen Menschen. Dies gilt vor allem für den niederen Blutdruck, der nicht selten mit einer größeren Leistungsfähigkeit verbunden ist. Beschwerden die durch zu niedrigen Blutdruck entstehen sind vor allem Kreislaufstörungen und Erschöpfungszustände aber auch nach entzündlichen Krankheiten, Infektionskrankheiten oder ähnlichem sowie durch Bewegungsmangel kann es zu einem Niederdruck kommen. Wirksam gegen zu niedrigen Blutdruck sind kalte Unterarmbäder am Morgen sowie ganz kurze kalte Fußbäder am Abend. Morgens kommt die Durchblutung durch trockenes Bürsten in Schwung. Oft hilft auch die klassische Tasse Bohnenkaffee, um den Kreislauf in Schwung zu bringen. Aber daran sollte man sich nicht zu sehr gewöhnen, da sich der Organismus auch daran rasch gewöhnt. Gesünder wäre ohnehin einen anregenden Tee, wie Neuner’s Mate Tee grün, zu trinken. Viel Bewegung hilft auch, um den Blutdruck zu stabilisieren und ein Glas Rotwein zum Essen ist ebenso anzuraten.

Hoher Blutdruck ist öfter bei Kopfarbeitern zu beobachten als bei körperlich tätigen Menschen. Sitzende Arbeiten, zu wenig körperliche Bewegung, Überarbeitung, Nervosität, üppiges Essen sowie auch Schlaganfälle können zu hohem Blutdruck führen. Organische Ursachen für hohen Blutdruck können in erster Linie Nierenerkrankungen sein. Somit steht in diesen Fällen eine Nierenbehandlung mit gleichzeitiger Blutdruckbehandlung im Vordergrund. Eine fleisch- und fettarme Kost sowie Rohkost- und Safttage sind gute begleitende Maßnahmen für eine Behandlung. Alkohol und Nikotin sollten gemieden werden. Regelmäßige Bewegung muss in den Alltag eingebaut werden. Abends sollte man 10 Minuten dauernde, ableitende Fußbäder mit warmem Wasser und je 2 Esslöffel Salz und Essig machen. Bohnenkaffee ist bei hohem Blutdruck absolut zu meiden. Vorzuziehen sind Tees, die Heilkräuter wie Weißdorn, Arnika, Birkenblätter, Fenchel und Mistel enthalten. Knoblauch darf bei Menschen mit hohem Blutdruck eigentlich in keinem Essen fehlen. Wer den starken Geruch vermeiden möchte, kann auch Knoblauchperlen verwenden, noch besser, wenn diese mit Weißdorn gemischt sind.

Bluterguss

Er entsteht durch Anstoßen, Verrenkungen, Verletzungen, Muskelzerrungen, Muskelrisse und dergleichen. Behandelt werden Blutergüsse durch Hochlagern der betroffenen Glieder und Umschläge. Besonders hilfreich sind Umschläge mit Arnikatinktur, wie zum Beispiel Neuner’s Arnikaessenz, oder mit Kampferöl welches in Neuner’s Körperfit enthalten ist. Auch gut geeignet für Umschläge sind in diesem Fall Leinsamenbrei, Topfenauflagen, Eichenrindenaufsud und gestoßene Huflattichblätter. Immer wieder zwischendurch kann man die betroffene Stelle mit Ringelblumensalbe eincremen.

Nicht jedermanns Sache aber äußerst hilfreich, vor allem wenn man gerade keine der oben erwähnten Kräuter zur Verfügung hat, sind Umschläge mit dem eigenen Urin. Einfach ein zweites Tuch darüber geben, einen Duft drauf sprühen und schon ist es nicht mehr so schlimm.

Blutreinigung

Sie ist ein äußerst wichtiger Faktor, sowohl beim gesunden als auch beim kranken Menschen. Allerdings ist die Blutreinigung besonders bei dickem Blut, schlechtem Blutkreislauf, Bluthochdruck, Blutstauungen, Venenstauungen, Thrombosen, Lebererkrankungen, Abszessen, Ausschlägen, Hauterkrankungen, nach verschiedensten Operationen, nach Hepatitis, bei Hämorrhoiden, nach der Einnahme starker Medikamente wie Antibiotika usw. zu empfehlen. Auch bildet die Blutreinigung als kurze Kur eine ideale Basis für die weitere Spezialbehandlung von Beschwerden.

Fastenriten und somit Blutreinigung spielen in fast allen Religionen und Kulturen eine sehr wichtige Rolle. Meistens finden diese Fastenzeiten in der Zeit des Aufbruchs der Natur aus der Winterruhe, also im Frühling, statt. Das ist auch der Grund warum man meistens von Frühlingskuren spricht. Während der Wintermonate wird der menschliche Körper mehrfach belastet. Zum einen, weil ihm im Winter nur etwa die Hälfte der Flüssigkeitsmenge zugeführt wird, die ihm im Sommer zur Verfügung steht, wodurch sich Schlacken- und Giftstoffe im Körper ansammeln. Zum anderen, weil der Speiseplan in der kalten Jahreszeit mehr mit Fleisch, Teigwaren und Fett und weniger mit frischem Obst und Gemüse gestaltet wird. Den dadurch entstandenen, unbeliebten „Winterspeck“ wollen dann die Meisten durch Fasten- und Schlankheitskuren wieder loswerden. Dabei wird aber leider nur darauf geachtet, die Nahrungszufuhr zu drosseln, aber nicht die Entschlackung, Entwässerung und Entsäuerung des Stoffwechsels anzukurbeln.

Neben einer sinnvollen Ernährung ohne Fleisch, Mehlspeisen, Backwaren und Süßigkeiten, dafür viel Rohkost, Obst und Gemüse sowie Säften ist es zur Blutreinigung unumgänglich möglichst viel zu trinken. Über den Tag sollte man stilles Wasser und ungesüßte Kräutertees, sowie morgens und abends einen speziellen Blutreinigungstee trinken. Bei diesem Blutreinigungstee, wie Neuner’s Frühjahrskurtee Nr. 2, ist aber dringend darauf zu achten, ihn nur bei abnehmendem Mond zu trinken, da sich sonst vor allem Hautunreinheiten und Ausschläge verschlimmern können anstatt sich durch die zunehmende Reinigung des Organismus zu verbessern.

Ein paar der wichtigsten und effizientesten Kräuter zur Blutreinigung sind Birkenblätter, Liebstöckel, Goldrute und Brennnessel. Durch ihre harntreibende Wirkung leiten sie Wasseransammlungen zusammen mit Schlacken ab und schaffen so Erleichterung für den Körper bei seiner täglichen Arbeit. Während der Kur sollte man auch Magermilchprodukte auf den Speiseplan stellen sowie die Haut regelmäßig bürsten, trocken und nass, um die Durchblutung und die Hautatmung anzuregen. Oft fällt die nötige Konsequenz einer Kur in nicht alltäglicher Umgebung leichter, zum Beispiel während eines Kururlaubs. Nach der Kur darf man die alten „Laster“, wie den Genuss von Bohnenkaffee, Alkohol, Nikotin, allzu fettem Essen oder Süßigkeiten nicht gleich wieder aufnehmen, sondern erst allmählich wieder auf „normale“ Kost umsteigen.

Diabetes

Diese kann ererbt oder angeboren sein (was nicht dasselbe ist) oder akut auftreten. Als Zuckerkrankheit wird eine Unterfunktion der Bauchspeicheldrüse bezeichnet. Dadurch wird der Traubenzuckergehalt im Blut und der Stoffwechsel nicht mehr ausreichend gesteuert, was ein Absinken der Insulinbildung in der Bauchspeicheldrüse zur Folge hat. Außer Leber, Galle, Herz und Verdauungsorganen haben jedoch auch psychische Ursachen erheblichen Anteil an dieser schweren Erkrankung. Schockwirkungen und unterdrückte Gemütszustände spielen dabei eine große Rolle. Deshalb muss bei einer Behandlung auch darauf Bedacht genommen werden.

Neben der ärztlichen Behandlung sind entsprechende Tees unbedingt anzuwenden, da Tees auf natürliche Weise wirken und eine andere Behandlung weder stören noch nachteilig beeinflussen. Zu empfehlen sind hier Tausendguldenkraut, Bohnenschoten, Heidelbeerblättern, Erdbeerblättern, Ringelblumen, Meisterwurz und Wacholderbeere. Auch das regelmäßige Trinken von Kefir-Milch wirkt sich beim Diabetiker sehr vorteilhaft aus. Wenn auch Alkohol für Zuckerkranke an sich verboten ist, so soll doch nicht unerwähnt bleiben, dass ein tägliches Stamperl Meisterwurzschnaps aus dem Tiroler Zillertal, Krautschnaps aus der Tiroler Wildschönau oder auch etwas saurer Weißwein sehr positive Wirkungen zeitigen kann. Besonders vorteilhaft ist das Essen von rohem Sauerkraut sowie ein Glas Sauerkrautwasser am Abend (Diabetikersekt). Sehr bekömmlich und zu empfehlen ist auch nachmittags ein mit Paprikaschoten und Butter belegtes Knäckebrot. Von großer Wichtigkeit ist eine Kreislauf- und Reiztherapie durch Trockenbürstungen am ganzen Körper und viel Bewegung in frischer Luft. Aufregungen, Nachtarbeit, Schlafunterbrechung, Lärm und Fernsehen sollten vermieden werden. Zu meiden sind außerdem Süßigkeiten, Zucker, Weißbrot, Mehlspeisen, Bohnenkaffee, Schwarztee und, wie schon erwähnt, Alkohol, insbesondere Bier.

Durchfall

Durchfall ist meistens eine Folge von Erkältungen, Grippe, Gemütsbewegungen (besonders als Folge von Angst- und Aufregungszuständen), verdorbenen Speisen, Gallen- und Lebererkrankungen und nach Medikamentenmissbrauch. Bei Letzteren sind es vor allem die verschiedensten Antibiotika, die durch Zerstörung der Darmflora oft chronische Darmerkrankungen verursachen, zu nennen. In diesen Fällen hat es höchste Priorität, die zerstörte Darmflora wieder aufzubauen, denn nur eine gesunde und voll funktionsfähige Darmflora kann alle Nährstoffe in ausreichender Menge aus dem Essen aufnehmen und den Körper damit versorgen.

So muss man bei einem akuten Darmkatarrh als Erstes den Darm reinigen und danach durch ausreichendes Trinken und schleimige Nahrung sowie milde Nahrungsmittel wie Bananenmilch, Zwieback oder Kartoffeln zum Beispiel als Püree, die Darmflora wieder sanieren. Auch Vollmilch mit etwas Kümmel zu verkochen und schluckweise zu Trinken hilft einem durchfallgeplagten Darm. Sehr wirkungsvoll bei Durchfall ist auch das Kauen von getrockneten Heidelbeeren. Sind die Exkremente allerdings mit Blut und Schleim durchsetzt, ist unbedingt ein Arzt aufzusuchen.

Vor allem nach längerem Medikamentengebrauch sowie Darmerkrankungen ist es generell zu empfehlen eine Entgiftung und Entschlackung und somit auch Darmreinigung durch eine 2-4 Wochen dauernde Tee Kur durchzuführen und den Darm durch das Trinken von Kräutertees wie Salbei-, Wermutkraut- oder Kalmusswurzeltee bei der Regeneration zu unterstützen.

Entzündungen

Wird der Körper durch äußere Einflüsse wie Erkältungen, Verletzungen oder dem Eindringen von feindlichen Bakterien in den Organismus geschädigt, so reagiert er auf diese Reizzustände mit Rötung, Fieber, Schwellung und Schmerz. Diese Symptome werden durch den stärkeren Blutandrang in den betreffenden Stellen und Lymphbahnen hervorgerufen. Dieser gesteigerte Blutandrang ist eine Abwehrmaßnahme des Körpers, der mit der vermehrten Blutzufuhr Abwehrstoffe heranführt, um Eindringlinge zu bekämpfen und zu vernichten.

Bei allen Entzündungen ist es unbedingt notwendig, den Körper von innen her zu reinigen und nicht noch mit schwerer Kost zu belasten. Hat die Entzündung äußere Ursachen, wie Verletzungen, erfolgt die Behandlung durch ableitende Wickel. Ableitende Umschläge werden mit Tonerde, Lehm, Topfen, Zwiebel, Essig oder auch mit Leinsamenbrei gemacht. Sie sollten heiß sein, mit der Ausnahme von hitzigen Entzündungen im Sommer, wo auch kalte Umschläge gemacht werden können. Bei inneren Entzündungen, wie zum Beispiel Grippeinfektionen, Drüsenerkrankungen, Schleimhautentzündungen oder solchen der Organe empfiehlt es sich, schweißtreibende Tees wie Lindenblütentee oder Holunderblütentee zu trinken. Entzündungshemmend wirken auch Johanniskraut und die Wegwarte.

Entzündungen im Mund- und Rachenraum sowie der Halsschleimhäute werden durch Salbei und Kamille gebessert. Bei dem sehr schmerzhaften rheumatischen Fieber helfen Angelikawurzel, Wegwarte und Holunder, dass die Ursache des Schmerzes besser und schneller ausheilt. Nervenentzündungen wie Ischias oder Bronchialnervenentzündung oder auch Gelenksentzündung können durch große Hitze, große Kälte und besonders bei Durchnässung oder Unterkühlung des erhitzten Körpers ausgelöst werden. In diesen Fällen helfen vor allem Umschläge mit Topfen bzw. Zwiebeln, vermischt mit Schweineschmalz.

Erbrechen

Fieber ist keine Krankheit, sondern eine Abwehrreaktion des Körpers gegen eingedrungene Krankheitserreger. Durch die erhöhte Körpertemperatur versucht der Körper diese Erreger abzutöten. Oft ist es das erste bemerkbare Zeichen einer beginnenden Erkrankung, deshalb sollte es immer als Warnsignal betrachtet werden und die entsprechenden Maßnahmen eingeleitet werden. Da es nur ein Symptom ist soll nicht das Fieber an sich bekämpft werden sondern die Ursache der erhöhten Temperatur gesucht und behandelt werden.

Fiebersenkende Naturheilmittel sind Lindenblüten, Holunderblüten, Johanniskraut und Orangenblüten. Sie sollen nur angewendet werden, wenn das Fieber zu hoch für den Organismus ist. Empfehlenswert sind auch ableitende Brust-, Bauch-, Bein- oder Armwickel. Dafür ist beispielsweise Topfen geeignet. Vor allem bei Kindern werden auch gerne „Essigpatscherl“ gemacht wobei Socken in Essigwasser getränkt werden, dann ausgewrungen und dem Kind angezogen werden. Dann ab ins Bett und ein Handtuch herum wickeln.

Ein an Fieber Leidender sollte keine schwere Kost zu sich nehmen. Am besten sind Obst, Beeren und Fruchtsäfte wie auch der Saft von roten Rüben. Auch Fleischsuppen sind eine gute Krankheitskost.

Erkältung

Bei Erkältungen kommt es vor allem darauf an, dass eine gezielte Gegenmaßnahme sofort, ohne Verzögerung, in Angriff genommen wird. Rasche Hilfe ist bei fast allen Erkältungen noch immer die beste und wirkungsvollste Hilfe. Daher soll, sobald man eine Erkältung verspürt, der Körper unverzüglich zum Schwitzen gebracht werden. Dazu trinkt man einen Erkältungstee wie Neuner’s Tradition Kräutertee Nr. 10 und zwar mit Honig gesüßt und möglichst heiß. Gleichzeitig bereitet man ein heißes Fußbad, wobei dem Wasser etwas Salz oder Essig beigegeben werden soll. Nach dem Fußbad von 10 Minuten Dauer gleich ins Bett, möglichst mit einer Wärmeflasche für die Füße und zwei Stunden liegenbleiben. Wenn man dabei ordentlich zugedeckt ist, kommt der Körper ins Schwitzen.

Schweißtreibende Mittel sind Lindenblütentee, Holunderblütentee und notfalls auch Kamillentee mit Honig oder heiße Milch mit Honig.

Kneippt man schon längere Zeit und ist der Körper dadurch schon etwas abgehärtet, sind kalte Waschungen, kurze kalte Sitzbäder und Sitz-Reibe-Bäder sehr wirksam. Anschließend gleich ins Bett. Nach einer Stunde wiederum zwei Minuten lang ein kaltes Bad, dann zwei Stunden ins warme Bett. Dies kann einige Male wiederholt werden, doch ist unbedingt darauf zu achten, dass das Bett dabei immer warm gehalten wird.

Bei Neigung zu öfteren Erkältungen muss der Körper langsam abgehärtet werden. Dazu macht man täglich mehrmals Kaltwaschungen. Morgens auch kalte Unterarmbäder und abends kalte Fußbäder. Und besonders wichtig ist selbstverständlich viel frische Luft. Tägliche Spaziergänge von nicht zu kurzer Dauer wirken hier Wunder. Dies gilt besonders für Menschen, die berufsbedingt sich fast ausschließlich in geschlossenen Räumen aufhalten müssen, denn erfahrungsgemäß sind diese Menschen ganz besonders anfällig für Erkältungen.

Nach sportlicher Betätigung, die doch in den meisten Fällen Schweißausbrüche zur Folge hat, sollte unbedingt darauf geachtet werden, anschließend gleich heiß und abschließend kalt zu duschen und frische, warme Kleidung anzuziehen. Wird dies versäumt, so kann es nicht nur zu Erkältungen kommen, sondern auch zu Entzündungen. Angesichts dieser möglichen schwerwiegenden Folgen ist es tatsächlich gänzlich unverständlich, dass Menschen immer wieder aus Bequemlichkeit diese Duschen unterlassen und so leichtsinnigerweise große gesundheitliche Gefahren und Schädigungen in Kauf nehmen.

Ein besonderes Kapitel ist das Tragen von entsprechenden Kopfbedeckungen, worauf heute vielfach überhaupt verzichtet wird. Das ist in Ländern mit warmem Klima durchaus in Ordnung, in unseren, einen großen Teil des Jahres ja doch ziemlich unwirtlichen Gegenden, kann dies böse Folgen nach sich ziehen. Ältere Menschen, die (wie es unbedingt anzuraten ist), bei offenem Fenster schlafen, sollten nachts eine Schlafmütze tragen, um sich vor Erkältungen zu schützen. Das Schlafen bei offenem Fenster, sowohl im Sommer als auch im Winter, ist eine der geeignetsten Vorbeugemaßnahmen gegen Erkältungen. Und nicht nur das. Während des Schlafens atmet der Mensch nicht so tief wie in wachem Zustand und nimmt daher weniger Sauerstoff auf. Daher sollte die eingeatmete Luft möglichst sauerstoffreich sein. Bei geschlossenem Fenster wird die Luft bald verbraucht, und die Folge ist bleierne Müdigkeit beim Erwachen. Dies kommt daher, weil durch stundenlanges Einatmen verbrauchter, also sauerstoffarmer Luft, das Blut zu wenig Sauerstoff enthält.

Auch auf innere Erkältungen muss hingewiesen werden, die besonders durch Speiseeis und eisgekühlte Getränke hervorgerufen werden. Unangenehme Erkrankungen wie z. B. Magen- und Darmkatarrhe, Gastritis, Colitis, Durchfall, Erbrechen u. a. m. sind sehr oft darauf zurückzuführen. Wenn man auf eine heiße Elektrokochplatte kaltes Wasser gießt, so verdampft diese zischend, doch die Platte wird bald gesprungen und daher unbrauchbar sein. Im Grunde passiert dasselbe in unserem Körper, wenn wir den erhitzten Körper mit eiskalten Getränken zu kühlen suchen. Dies gelingt viel besser mit heißen Getränken. Menschen, die in heißen Gegenden wohnen, wissen dies nur zu gut.

Mund-, Rachen-, Magen-, Darm-, Blasen und Nierenschleimhäute sind sehr empfindlich gegen Verkühlungen. Ist es passiert, sollte sofort Kümmeltee oder Kamillentee mit Salbei oder eventuell Wermuttee getrunken werden, und zwar stündlich ein Schluck. Auch heiße Kompressen auf dem Bauch oder dem Magen mit Kamillentee oder Essigwasser helfen den Schaden zu beheben.

Vor sogenannten Erwärmungsgetränken wie z. B. Schnaps oder Bohnenkaffee muss jedoch eindringlichst gewarnt werden, weil diese Getränke den Zustand nur verschlimmern.

Zur Vorbeugung gegen Erkältungen eignet sich bekanntlich sehr gut Vitamin C, das in Zitrusfrüchten reichlich vorhanden ist. Wir haben aber auch Vitamin C in heimischen Gewächsen, und zwar besonders in Preiselbeeren, Holunderbeeren, Brombeeren, Johannisbeeren, in Sanddorn und Hagebutte. Alle diese Beeren können in den verschiedensten Formen genossen werden, sei es als Tee, als Marmelade oder wie immer. Allerdings muss dazu vermerkt werden, dass Beeren und Zitrusfrüchte bei Magenübersäuerung, Nierenerkrankungen, Blasenleiden, Hautausschlägen, Schuppenflechte und Allergien nicht verwendet werden sollen.

Sowohl vorbeugend als auch heilend nach Angina, Rachenkatarrhen und Verkühlungen wirken Mund- und Rachenspülungen mit Beerenwasser, Zitronenwasser oder Kamillen- und Salbeitee, dem noch einige Tropfen Apfelessig beigegeben werden.

Bei Neigung zu Ohrenverkühlungen ist es ratsam, die Ohren mit etwas Watte zu verschließen und sowohl morgens als auch abends hinter den Ohren Einreibungen mit Latschenkieferöl, Eukalyptusöl oder Neuner’s Kräuteröl zu machen. Letzteres kann auch ein bis zweimal pro Woche ins Ohr selbst eingeträufelt werden, jedoch nicht, ohne das Öl vorher leicht anzuwärmen. Hinterher sollte das Ohr wieder mit Watte verschlossen werden.

Bei leichter Verkühlbarkeit von Blase, Nieren und Unterleib ist natürlich in erster Linie auf entsprechend warme Fuß- und Körperbekleidung zu achten. Zweckmäßig sind auch warme Fußbäder am Abend oder eventuell Wechselbäder. Zu empfehlen sind auch Abreibungen von Blasen- und Nierengegend mit Zwiebeln, und anschließend sollten warme Auflagen von Kamillen- oder Heublumensäckchen gemacht werden

Fiber

Fieber ist keine Krankheit, sondern eine Abwehrreaktion des Körpers gegen eingedrungene Krankheitserreger. Durch die erhöhte Körpertemperatur versucht der Körper diese Erreger abzutöten. Oft ist es das erste bemerkbare Zeichen einer beginnenden Erkrankung, deshalb sollte es immer als Warnsignal betrachtet werden und die entsprechenden Maßnahmen eingeleitet werden. Da es nur ein Symptom ist soll nicht das Fieber an sich bekämpft werden sondern die Ursache der erhöhten Temperatur gesucht und behandelt werden.

Fiebersenkende Naturheilmittel sind Lindenblüten, Holunderblüten, Johanniskraut und Orangenblüten. Sie sollen nur angewendet werden, wenn das Fieber zu hoch für den Organismus ist. Empfehlenswert sind auch ableitende Brust-, Bauch-, Bein- oder Armwickel. Dafür ist beispielsweise Topfen geeignet. Vor allem bei Kindern werden auch gerne „Essigpatscherl“ gemacht wobei Socken in Essigwasser getränkt werden, dann ausgewrungen und dem Kind angezogen werden. Dann ab ins Bett und ein Handtuch herum wickeln.

Ein an Fieber Leidender sollte keine schwere Kost zu sich nehmen. Am besten sind Obst, Beeren und Fruchtsäfte wie auch der Saft von roten Rüben. Auch Fleischsuppen sind eine gute Krankheitskost.

Flechten

Flechten sind eine besonders unangenehme Form von Hauterkrankungen. Diese sind oft die Folge von Ernährungsfehlern, Nierenfunktionsstörungen, Vererbung, übermäßiger Hautreizung durch Badezusätze, ungeeigneten Hautcremes und dergleichen. Manche Formen wiederum sind ausgesprochene Berufserkrankungen. Für den Laien ist es praktisch unmöglich, die in vielerlei Formen auftretenden Flechten zu unterscheiden und zu diagnostizieren. Es sollte deshalb immer ein Arzt aufgesucht werden.

Generell darf gesagt werden, dass bei Flechten der Hautpflege und der Darmpflege ganz besondere Aufmerksamkeit zukommen müssen. Geeignete Reinigungsmittel für die Haut sind Thymolseife und Kernseife. Empfohlen werden auch öftere Reinigungen mit dem Absud von Weizenkleie sowie Tees von Salbei, Kamille, Brennnesseln und Ringelblumen. Die innere Reinigung durch regelmäßigen Stuhlgang und Harnentleerung muss sorgfältig beachtet und bei Bedarf reguliert werden.

Zu meiden sind tierische Fette, Bratensoßen, fettes Fleisch, fette Fische, Zitrusfrüchte, Beeren und Wein. Es sollten Stoffwechsel- und Nierentees getrunken werden. Bei trockener Haut mit Bildung von tiefen Rissen und Schrunden sind Einreibungen mit Hirschhorntalg heilend. Vor den Einreibungen sollte man die entsprechenden Hautstellen in Eichenrindentee baden. Bei trockener Flechte (Schuppenflechte) sind Einreibungen mit Neuner’s Kräuteröl, Rizinusöl oder Mandelöl angebracht.

Fußschweiß

Fußschweiß kann sowohl die Folge einer organischen Erkrankung wie der Nieren, Herz, Nerven sein als auch der falschen Fußbekleidung wie Gummischuhe, Nylonstrümpfe. Natürlich kann auch mangelnde Fußpflege Schuld an Fußschweiß sein. Zur Behandlung sollten zwei Mal pro Woche Wechselfußbäder gemacht werden, hilfreich sind in hartnäckigen Fällen auch Abreibungen der Füße mit Haferstroh, Weizenkleie oder Schachtelhalmkraut.

Da in den meisten Fällen die Nieren die Hauptschuld an Fußschweiß tragen muss auf eine spezielle Diät geachtet werden. Die Schweißdrüsenabsonderung ist ein Teil der Stoffwechselreinigung über die Haut. Wenn sich diese über ein normales Maß hinaus vermehrt deutet dies auf eine schlechte oder gestörte Nierenfunktion hin. Was sie an Schadstoffen nicht ausscheiden, versucht der Körper über die Haut loszuwerden. Deshalb muss die Behandlung von Fußschweiß mit der Behandlung der Nieren beginnen. Beliebte Kräuter sind hier Schachtelhalmkraut und Brennnesseln.

Gallenleiden

Sehr oft wird eine Gallenerkrankung durch einen Magenkatarrh angekündigt. Der Erkrankte klagt über Müdigkeit, Aufstoßen, Erbrechen, Druck in der Magen- und Lebergegend, Blähungen, Verstopfungen oder auch Durchfall. Oft ist auch eine belegte Zunge zu bemerken. Später kann Fieber auftreten, dann wird die Haut trocken und an den Nasenflügeln und den Mundwinkeln sowie im Augapfel tritt eine gelbliche Verfärbung auf. Es kann auch zu Erbrechen von grünem und bitterem Auswurf kommen. Dies kündigt meist Gallenkoliken an. Schmerzen in der Leber- und Magengegend kommen meistens von Gallensteinverklemmungen in den Gallenkanälen.

Gleichzeitig können auch Lebererkrankungen auftreten, die häufig zu Gelbsucht führen, welche an sich keine Krankheit sondern die sichtbare Auswirkung von Gallen- und vor allem Lebererkrankungen ist. Wenn zu viel Gallenfarbstoff produziert wird und die Leberzellen in ihrer Funktion diesen auszuscheiden gestört sind, kommt es zu einer gelben Verfärbung verschiedenster Grade. Frauen werden häufiger von Gallenleiden heimgesucht als Männer, wobei der Beginn der Beschwerden häufig in die Zeit nach der Entbindung des zweiten Kindes fällt. Eine der Ursachen dafür ist die Blutüberfüllung des Unterleibes, wodurch die Pfortadern, die zur Leber führen, diese stauen und ihre Funktion so beeinträchtigen. Dadurch kann der Gallenfluss gestört werden.

Auch heftige Gemütsbewegungen können Gallenleiden verursachen. Die vielen chemischen Zusätze in unseren Nahrungsmitteln wirken an der ständigen Zunahme von Gallen- und Leberleiden mit. Schädlich sind fette Speisen, Aufregungen, besonders bei vollem Magen oder auch das Hinlegen mit vollem Magen. Nicht unerwähnt bleiben darf ungesunde, einengende Kleidung. Anfällig gegen Gallenleiden sind auch Menschen, die über längere Zeit hindurch Nachtarbeit verrichten müssen. Die Behandlung beginnt mit der Umstellung auf Diät, bei der fette Speisen sowie Nüsse, Vollmilch, Eier, Schokolade und Bohnenkaffee verboten sind. Leichte Kost, die gut gekaut und langsam gegessen werden soll, ist vorzuziehen. Zum Frühstück Neuner’s Haustee oder Neuner’s Pfefferminztee. Mittags leichte Mehlspeisen, Teigwaren oder Kalbfleisch mit Gemüse. Es sollte nur mit kaltgeschlagenen Pflanzenölen gekocht werden. Falls notwendig muss mit milden Abführtees für regelmäßigen Stuhlgang gesorgt werden, hierbei dürfen aber keine chemischen Abführmittel verwendet werden, da sie wiederum die Niere und die Galle angreifen.

Zum Ableiten der Gallensteine trinkt man morgens ein Weinglas voll kaltgeschlagenes Olivenöl und anschließend zwei Esslöffel voll Zitronensaft. Nach einer halben Stunde dreht man sich auf die Seite, damit die Gallensteine besser abgehen können. Auch heiße Dampfbäder oder Dampfwickel auf die Gallengegend wirken ableitend und wohltuend. Bitter aber heilend sind Kräuter wie Löwenzahnwurzeln, Schafgarbe und Wermut und auch die feiner schmeckenden wie Johanniskraut, Pfefferminze und Ringelblume.

Gelbsucht

Gelbsucht ist eigentlich keine Krankheit, sondern das Symptom einer Gallen-Leber-Erkrankung. Wenn der Abfluss der Galle behindert ist, durch Verstopfung der Gallenwege, durch Gallensteine oder organische Lebererkrankungen oder Unterleibsgeschwülste, gelangen die Gallenstoffe in den Blutstrom, wodurch der ganze Körper von Gallenfarbstoffen überflutet wird. Deshalb kommt es zu der bekannten Gelbfärbung der Haut, die in schwachen Stadien oder Erscheinungsformen manchmal auch nur im Augapfel erkennbar ist. Allgemeine Schwächezustände, unangenehme Übelkeit und Ekel vor Fett und Fleisch kennzeichnen oft den Krankheitsbeginn. Auffallend ist auch die niedergedrückte Stimmung der an Gelbsucht Leidenden, zumindest im Anfangsstadium.

Das Wichtigste nach Erkennen der Krankheit ist Bettruhe. Drei Tage lang sollte nichts anderes gegessen werden als gebähtes Weißbrot oder Zwieback mit Kamillentee. Es sollten Tees wie Neuner’s Lebertee Nr. 17 oder Haustee getrunken werden und danach leichte Kost gegessen werden wie passiertes Wurzelgemüse, gedünstete Äpfel, Topfenspeisen oder leichte Gewürzsuppen. Heilende Kräuter bei Gelbsucht sind Berberitzenwurzeln, Bitterklee, Pfefferminze, Wermut, Kamille, Johanniskraut und Löwenzahn.

Sehr wichtig ist es Aufregungen, Ärger und dergleichen zu vermeiden. Leberkranke bedürfen einer besonders liebevollen Pflege, nicht nur manueller sondern vor allem seelischer, da eine schlechte seelische Verfassung den Krankheitsverlauf sehr negativ beeinflussen würde. In den meisten Fällen wird das Krankenlager mindestens sieben bis acht Wochen dauern und auch danach darf der Betroffene nicht sofort wieder zu arbeiten beginnen. Mindestens ein Jahr lang darf kein Alkohol getrunken werden und auch fette Speisen, Bohnenkaffee, Vollmilch, Eier und frisches Brot sollte man vorerst vom Speisezettel streichen. Ableitung von Giftstoffen über die Haut darf auf keinen Fall übersehen werden. Sie geschieht über Abreibungen, Heublumen Vollbäder oder auch etwa 6 Stunden dauernde Lehmbäder sowie Ganzkörperwickel mit Lehm.

Gesichtsausschläge

Aus der Fülle von verschiedenartigen Ausschlägen, die im Gesicht auftreten, werden wir uns hier auf zwei wesentliche Erscheinungsformen beschränken: die sogenannten „Fleckenausschläge“ wie Leberflecken, Sommersprossen und „Flechtenausschläge“ wie Bläschenflechte sowie die finnigen Ausschläge (Bartfinnen, Mitesser, Akne vulgaris). Bei diesen Hautschädigungen handelt es sich nicht primär um Erkrankungen der Haut, sondern um Auswirkungen eines schlechten Allgemeinzustandes des Körpers. Die Haut hat als größtes Organ des menschlichen Körpers äußerst lebenswichtige Aufgaben zu erfüllen. Durch die Haut werden Salze, Harnstoff und Harnsäure aus dem Körper ausgeschieden, was beim gesunden Menschen mengenmäßig nicht allzu sehr ins Gewicht fällt, da die Nieren die Hauptlast tragen.

Durch Störungen und Erkrankungen der Nieren kommt es aber zu einer wesentlich erhöhten Ausscheidung durch die Haut, wodurch diese dementsprechend überfordert ist und mit verschiedenartigen Ausschlägen reagiert. Dies passiert auch bei Drüsenstörungen, Magen- und Darmerkrankungen, Zahnbildung, Regel- oder Schwangerschaftsproblemen und dergleichen. Oft sind auch Ernährungsfehler die Ursache. Dies gilt besonders für den Genuss von Schokolade, Eiern, Wurst und Fleisch sowie wenn die Ernährung sehr einseitig ist und der Körper mit einigen Stoffen überfüttert wird und ihm andere wichtige Stoffe vorenthalten werden.

Die Behandlung erfolgt auf verschiedene Wege. Nach Erkennen der eigentlichen Ursache muss diese beseitigt werden, wobei mit der richtigen Diät sehr viel erreicht werden kann. Vor allem muss weißer Zucker gemieden werden, da er ein Vitamin B Räuber ist und vor allem Vitamin-B-Mangel eine häufige Ursache für Hautprobleme im Gesicht ist. Um den Körper wieder mit Vitamin B zu versorgen, reichen schon natürliche Vitamin B Spender wie Hefe oder Hefeprodukte. Allgemein ist Rohkost von großem Nutzen. Regelmäßige Sonnen- und Luftbäder sowie Gesichtsdampfbäder beruhigen die Haut und beschleunigen den Heilungsprozess. Äußerlich sind Kräuter wie Kamille, Ringelblume und Johanniskraut hilfreich, da sie heilend wirken. Für die innerliche Reinigung sollte man blutreinigende Tees trinken wie Neuner’s Frühjahrskurtee Nr. 2. Aufgrund der Verschiedenartigkeit von Gesichtsausschlägen kann man allerdings keine bestimmten Salbenempfehlungen geben. Diese sollten in Absprache mit einem Hautarzt erfolgen.

Gicht

Gicht entsteht durch Störungen des Harnsäurestoffwechsels durch mangelnde Harnausscheidung. Harnsäure entsteht bei der Verbrennung von Nahrungs- und Genussmitteln wie Milz, Leber, Bries, Fleischextrakt, Spinat, Hülsenfrüchte, Kaffee, Schwarztee, Kakao und ähnlichem. Wird Harnsäure im Körper zurückgehalten, kommt es zu äußerst schmerzhaften Ablagerungen von Harnsäure und harnsauren Salzen in den Gelenksknorpeln, Gelenkskapseln, Schleimbeuteln und in den Gelenken selbst. Erfolgt die Ablagerung und Anhäufung nahe der Hautoberfläche, kommt es zu deutlich sichtbaren Gichtknoten vor allem an den Finger- und Zehengelenken oder auch an den Ohrknorpeln. Häufig kommt es zum gefürchteten Gichtanfall. Meist ohne jede Vorankündigung kommt der Anfall ganz plötzlich, oft nach Abkühlungen oder besonderen Anstrengungen oder reichlichem Alkoholgenuss. Im Allgemeinen wird hierbei das Grundgelenk der Großzehe zuerst betroffen mit Schwellungen, Rötung, großer Hitze und besonders heftigen Schmerzen. Nach einiger Zeit bilden sich diese unangenehmen Erscheinungen wieder zurück.

Gicht ist auch außerordentlich vererblich, dagegen kann man nichts tun außer entsprechend vorbeugend zu leben. Die Hauptursache der Gicht ist das sogenannte "gute Leben" daher ist die erste Behandlungsmethode: Vernünftig leben und Diät halten!! Absolut verboten sind Fleischsuppen, weil dabei die im Fleisch vorhandenen Harnsäuren und Harnsalze durch das Auskochen gelöst werden und nach dem Genuss im menschlichen Körper abgelagert werden und so den ohnehin überhöhten Harnsäurespiegel im Körper noch zusätzlich belasten. Zu meiden sind Fleisch, Wurstwaren, Speck und Innereien, konservierte Lebensmittel, Salz, Senf, Maggi oder andere Suppenwürzen, außer sie sind auf rein pflanzlicher Basis hergestellt. Auch auf Kaffee, Tee, Kakao, Schokolade, Butter, Marinaden und ähnliches soll verzichtet werden.

Bei der Behandlung von Gicht sind verschiedene Kräuter und Blätter sehr von Nutzen. Dies sind vor allem Schlüsselblumen, Birkenblätter, Gundelrebe, Pfingstrose, Schachtelhalmkraut. Sehr zu empfehlen sind auch Lehmwickel, die zwar etwas umständlich zu machen sind, aber durch die Heilwirkung lohnt sich die Mühe allemal. Eine Handvoll Lehm wird mit Wein- oder Apfelessig oder auch Magermilch zu einem streichfähigen Brei verrührt und mit angerösteten Zwiebeln, einem Esslöffel Leinöl sowie einem Esslöffel Kamille gut vermischt und leicht erwärmt, auf die schmerzende Stelle gestrichen, dann packt man das Ganze mit einem Tuch warm ein und belässt den Umschlag dort etwa 90 Minuten. Auch das Auflegen von Heublumen, warmen Sandsäckchen, Moor- oder Fangopackungen leisten immer wieder gute Dienste sowie Packungen mit Walnussblättern, zerquetschten Preiselbeeren oder Wacholderbeeren lindernde Wirkung haben. In der Ernährung sind Säfte wie Karottensaft, Brennnesselsaft, Grünkohl- und Kartoffelsaft wichtig und heilend.

Grippe

Die Grippe hat verschiedene Erscheinungsformen und wechselnde Erreger. Die Namen (Asiatische Grippe, Russische Grippe) deuten im Allgemeinen auf das Land des erstmaligen Auftretens hin. Wegen der verschiedenartigen Erreger ist auch der Krankheitsverlauf unterschiedlich. Gewöhnlich macht sich der Krankheitsbeginn durch Mattigkeit, Niedergeschlagenheit, Gliederschmerzen, Schwäche, Kopf- und Genickschmerzen und dergleichen bemerkbar. Frösteln wechselt mit oftmals hohem Fieber. Der Schlaf wird unruhig und oft durch schwere Träume zusätzlich gestört. Der Krankheitsbeginn ist oft begleitet von Bronchialkatarrh mit trockenem Husten oder Keuchen sowie von Magenkatarrh und Appetitlosigkeit. Auch eine belegte und rissige Zunge und unregelmäßiger Stuhlgang sind typische Zeichen einer beginnenden Grippe. In der Folge treten meist auch Atembeschwerden, Heiserkeit und Schnupfen auf. Die Fieberkurve ist unterschiedlich, der Puls beschleunigt. Bei Grippe besteht auch immer die Gefahr einer Lungenentzündung.

Zur Vorbeugung gegen Grippe, deren Auftreten meist in den Monaten Januar und Februar festzustellen ist, dient in erster Linie eine entsprechende Abhärtung. Zu achten ist auf die Reinhaltung der Atemwege sowie auf geregelten Stuhlgang. Kündigt sich eine Grippewelle an, sollte man keine schwer verdaulichen Speisen zu sich zu nehmen und den Körper reichlich mit Obst und Gemüse versorgen. Eine ganz besondere Rolle spielt hier Vitamin C, das außer in Zitronen auch in Sanddorn, Holunderbeeren, Hagebutten und Hibiskus reichlich vorhanden ist. Auch gelegentliche heiße Bäder mit abschließender kurzer kalter Dusche sowie das Trinken von heißem Holunderblütentee oder Fencheltee sind zu empfehlen.

Schon bei den ersten Anzeichen einer beginnenden Grippe ist eine Schwitzkur zur Entgiftung des Körpers notwendig. Dazu trinkt man heißen Lindenblüten-, Holunderblüten- oder Neuner’s Nr.10 Grippetee und legt sich ins vorgewärmte Bett, wobei der Körper richtig warm eingehüllt werden muss. Wenn der Körper schwitzt, werden über die Haut viele Schadstoffe ausgeschieden und der Körper entlastet. Empfehlenswert sind auch Lehmbäder in der Badewanne für die Dauer von sechs Minuten. Dabei wird der Körper in größtem Maße entgiftet. Während der Schwitzkur sollte, um dem Wasserverlust entgegen zu wirken, viel getrunken werden und danach ist größte Vorsicht vor einer Erkältung angebracht. Darum sollte der nasse Körper noch unter der Bettdecke einigermaßen trockengerieben und danach warm angezogen werden.

Mit einer Schwitzkur und diesen hautreizenden und ableitenden Bädern ist es durchaus möglich, eine Grippe in drei bis vier Tagen wegzubekommen. Auch mögliche Folgeerscheinungen wie Lungenerkrankungen, Herzschädigungen, Kreislaufstörungen, Nervenerkrankungen sowie Magen- und Darmerkrankungen werden damit vermieden. Wichtig ist es, nach dem Abklingen einer Grippe noch einige Tage zu Hause zu bleiben und sich zu schonen, da ein eventueller Rückfall fast immer äußerst langwierige Folgen zeigt.

Gürtelrose

Gürtelrose kann äußerst schmerzhaft sein, wobei die Ursache dafür in vielen Fällen ein in der Wirbelsäule eingeklemmter Nerv ist. Wenn die akute Erkrankung etwas abgeklungen ist, wäre es wichtig, die Wirbelsäule röntgen zu lassen, um etwaige Verschiebungen der Wirbel festzustellen. Durch chiropraktische Behandlung kann dieser Schaden meist behoben werden. Zumindest aber sollte Chirogymnastik betrieben werden. Ein ausgezeichnetes Mittel in der ärztlichen Behandlung ist der Vitamin-B-Komplex. Darüber hinaus gibt es auch Hausmittel mit ausgezeichneter Wirkung. Eines davon ist das Auflegen von ungesalzenem Schweineschmalz des auch nachts umgebunden bleibt und bei starken Schmerzen mit Topfen gemischt wird.

Bei Blasenbildung hilft Arnikawurzelpulver das einfach auf das Schweineschmalz gestreut wird. Bettruhe ist unbedingt erforderlich. Wichtig ist auch das Trinken schweißtreibender Tees. Lindenblüten, Holunderblüten, Arnikawurzeln und Johanniskraut eignen sich hierfür bestens. Selbstverständlich ist auch hier, wie übrigens bei den meisten Krankheiten, der Fleischgenuss einzuschränken, scharfe Gewürze, Alkohol und Nikotin sowie Schwarztee und Bohnenkaffee zu meiden.

Haarausfall

Bei älteren Menschen ist Haarausfall die Folge des Nachlassens der Körperkräfte und -säfte. Durch eine oft wesentlich verminderte Durchblutung der Kopfhaut kommt es in der Folge zu Haarausfall. Aber auch jüngere Menschen werden sehr oft vom Haarausfall geplagt. Die Ursachen dafür sind vielfältig. Außer Vererbung ist es oft das Tragen enganliegender Kopfbedeckungen oder auch schlechte Pflege der Haare und der Kopfhaut (zu wenig waschen, zu wenig kämmen, zu viele Schmierungen von Haarsalben, Ölen und allen möglichen Festigungs- und Färbemitteln), was zu Haarausfällen führt. Andere Ursachen können in Nervenerkrankungen, in reichlichem Genuss alkoholischer Getränke, Aufregungen, zu wenig Schlaf, dauernder Nachtarbeit usw. zu finden sein.

Da der Haarboden die Nährsalze zu den Haarbälgen liefert, sollte man die Kopfhaut täglich mit den Fingerspitzen massieren, wobei auch leicht an den Haaren gezogen werden soll, damit die Haarschäfte etwas Luft bekommen. Die Haare und Kopfhaut sollten mit dem Aufguss von Brennnesselwurzeln, Klettenwurzeln und Rosmarin mindestens zwei- bis dreimal wöchentlich massiert werden. Sind die Ursachen des Haarausfalles nervlich bedingt empfiehlt es sich, zweimal täglich Neuner’s Nerventee Nr.1 zu trinken. Kräuter wie Schlüsselblumen, Baldrian, Hopfen, Melisse und Brennnesseln sind bei Haarausfall hilfreich. Bei Stoffwechselerkrankungen ist auf ausreichende Versorgung des Körpers mit den notwendigen Nährsalzen zu achten. Man sollte zweimal pro Woche einen Rohkosttag einschalten oder zumindest immer reichlich Rohkost (vor allem Obst) zu sich nehmen. Als Getränk ist Mineralwasser ohne Kohlensäure zu empfehlen. Im Frühling und im Herbst ist außerdem ein Blutreinigungstee wie Neuners Frühjahrskurtee Nr. 2 anzuraten, wobei unbedingt darauf zu achten ist, diesen Tee nur bei abnehmendem Mond zu trinken. Während der übrigen Jahreszeit, also im Sommer und während des Winters, ist ein den Stoffwechsel reinigender Tee wie Neuner’s Harntreibender Stoffwechseltee Nr. 19 von großem Nutzen. Auf Alkohol muss ganz verzichtet werden. Es sollte unbedingt eine zwei bis vier Wochen dauernde Frühjahrsfastenkur gemacht werden. Auch auf die Regulierung des Säurehaushaltes im Körper sollte besonders geachtet werden. Hierbei hilft vor allem die Brennnessel.

Nicht zu vergessen sind auch Drüsenfunktionsstörungen (Hormonstörungen), insbesondere an Schilddrüse, Nebennieren, Hirnanhangdrüse sowie Eierstockerkrankungen. Speziell junge Mädchen und Frauen, die nach Eileiter- und Eierstockerkrankungen Haarausfall feststellen, müssen auf der Suche nach der Ursache des Haarausfalles auf Drüsenfunktionsstörungen größtes Augenmerk richten. Nierenerkrankungen sind wohl die wesentlichsten Ursachen von Haarausfall. Ist doch bei allen Erkrankungen der Niere, das Hauptstoffwechselorgan unseres Körpers, der Wasser-, Säure- und Salzhaushalt gestört. Und darauf ist Haarausfall am häufigsten zurückzuführen. Deshalb ist in diesen Fällen von Haarausfall eine Reinigung und Heilung der Nieren. Wichtig für die Nieren ist reichliches Trinken. Die Flüssigkeitszufuhr sollte täglich mindestens zwei Liter betragen. Als Getränke kommen natürlich in erster Linie spezielle Nierentees, Kräuter- und Neuner’s Haustee in Frage, von denen letzterer auch kalt sehr schmackhaft und bekömmlich.

Hauterkrankungen

Erkrankungen der Haut werden sehr oft zu wenig beachtet. Dabei verdient gerade sie allergrößte Beachtung. Sie ist in vielerlei Hinsicht der Schutzmantel des Körpers. Sie verhindert, dass Schmutz und Krankheitserreger in tiefere Gewebeschichten vordringen, ist als Ganzes ein schlechter Wärmeleiter und somit Schutz gegen Kälte und Hitze. Durch die Schweißabsonderung bildet sie einen Säureschutzmantel aus, der die Festsetzung und Entwicklung von Krankheitserregern hemmt. Heute gibt es allerdings eine Unzahl an schweißhemmenden Mitteln, den Deodorants. Sie richten bei dauernder Verwendung nicht wieder gut zu machenden Schaden an der Haut und dadurch dem Organismus an. Mit dem Schweiß werden Salze, Harnstoff und Harnsäure ausgeschieden, was vor allem bei Nierenerkrankungen sehr wichtig ist, da die Haut einen Teil der Stoffwechselarbeit der Niere übernimmt. Auch schwitzen sonst ist sehr wichtig für die Regulierung des Wärmehaushalts im Körper. Bei großer Hitze verhindert der Körper so ein Ansteigen der Körpertemperatur.

Werden die Poren der Haut durch Deodorants oder andere Kosmetika verstopft, kann es zu schweren inneren Erkrankungen kommen.

Hauterkrankungen wie Akne sind meistens auf seelische Spannungen zurückzuführen. Hier muss man zur Behandlung mit der Ergründung der psychischen Ursachen beginnen. Gelingt es diese Spannungen zu lösen, können mit einer gleichzeitigen Blutreinigungskur sehr gute Ergebnisse erzielt werden.

Herzleiden

Die hektische Lebensart des Menschen unseres technischen Zeitalters verursacht eine beängstigende Zunahme von Herzerkrankungen. Der vertechnisierte Mensch hat die Fähigkeit zur Ruhe bereits weitgehend verloren. Erholsame Stille macht uns nervös und der unersättliche Erlebnishunger treibt uns möglichst fernen Urlaubszielen entgegen, wo uns dann die zweifelhaften Errungenschaften einer perfekten Touristikindustrie erwarten. Die Folgen dieser Lebensweise sind dann, neben anderen körperlichen Beschwerden, besonders Herz- und Kreislauferkrankungen, die in vielen Fällen tödlich enden. Herzbeschwerden treten oft auch nach Infektionskrankheiten, bei Leber- und Nierenerkrankungen, Eiterherden und ähnlichem auf.

Die Behandlung bedingt in den meisten Fällen eine totale Umstellung der Lebensweise des Erkrankten. Wichtigster Faktor dabei ist absolute Ruhe und die Vermeidung von Aufregungen. Der natürliche Rhythmus zwischen Spannung und Entspannung muss gefunden und wiederhergestellt werden. Tägliche erholsame Spaziergänge sind unumgänglich. Nikotin- und Alkoholgenuss müssen vermieden werden und die Ernährung auf eine entsprechende Diät umgestellt werden. Darin sollte Honig keinesfalls fehlen, da dieser eine ungemein kräftigende Wirkung hat. Bei akuten Herzanfällen sind bis zum Eintreffen des Arztes ansteigende Unterarmbäder zweckmäßig. Lindernd und heilend sind auch kalte Lehmwickel auf die Herzgegend bis zu 6 Stunden oder auch mäßige kalte Essigwasserkompressen. Besonders hervorragende Kräuter sind in diesen Fällen Baldrian, Ginster, Melisse, Weißdorn, Rosmarin und Gartenraute.

Oft glauben Menschen, herzkrank zu sein, wenn sie unter Beklemmungen, Atemnot, Angstzuständen und ähnlichem leiden. Bei fachärztlichen Untersuchungen stellt sich jedoch dann häufig heraus, dass das Herz an sich völlig gesund ist und die Ursache der Beschwerden in einer frühzeitig verbrauchten und abgenützten Wirbelsäule liegt, wobei besonders die unteren Halswirbel und der 6. und 7. Brustwirbel die Auslöser der Herzbeschwerden sind. Durch chiropraktische Behandlung können diese Schwierigkeiten oft augenblicklich beseitigt werden. Empfehlenswert sind auch chirogymnastische Übungen, bei denen durch entsprechende Kopfdrehungen, kreisende Armbewegungen, Rumpfdrehen und -beugen eine Lockerung der Rückenmuskulatur und der Wirbelsäule erzielt wird. Wichtig sind auch Massagen und Einreibungen der Rückenpartien und des Genicks.

Treten neben den Herzbeschwerden auch Magenbeschwerden oder Verdauungsstörungen auf sind ergänzend auch Eichenrinde, Tausendguldenkraut, Wermut und Pfefferminze hilfreiche Kräuter.

Heuschnupfen

Dieses überaus lästige Leiden tritt vor allem im Frühling vermehrt auf, wenn Bäume, Sträucher und besonders Gräser zu blühen beginnen. Die Landbevölkerung, die noch viel mehr in und mit der Natur lebt, ist von dieser Allergie weit weniger häufig betroffen als Stadtbewohner. Dies ist vermutlich auf die mangelnde Abhärtung in der freien Natur zurückzuführen. Deshalb ist es notwendig, nicht erst im Frühling, wenn die ersten Anzeichen spürbar werden, mit der nötigen Abhärtung zu beginnen. Man sollte schon im Winter mit Atemübungen bei geöffnetem Fenster anfangen. Auch Wechselduschen und Wechselfußbäder vor dem Schlafengehen gehören zur Abhärtung.

Zur Reinigung und Abhärtung der Nasenschleimhäute soll die Nase innen mit kaltem und leicht gesalzenem Wasser gespült werden. Inhalationen mit Kamille und Salbei sowie Thymian und Johanniskraut sind sehr zu empfehlen. Gleichzeitig mit den Atemübungen im Winter sollte auch eine entsprechende Diät begonnen werden. Zuerst müssen ungeeignete Nahrungsmittel auf dem Speisezettel gestrichen werden. Dies sind vor allem: Weißes Mehl, weißer Zucker, tierisches Eiweiß, tierische Fette, Marmeladen, unreife Früchte, Zitrusfrüchte, Beerensäfte und Beerenobst, sowie Bohnenkaffee, Schwarztee und Nikotin. Besonders empfehlenswert ist auch hier, wie bei anderen Allergien, natürlich Rohkost. Besonders heute im "chemischen Zeitalter" muss auf naturbelassene Lebensmittel geachtet werden. Denaturierte Lebensmittel belasten nicht nur die Verdauung und den Stoffwechsel, sondern viele der chemischen Spritzmittel, Schönungs- und Konservierungsmittel verschlacken und vergiften den Körper in einem Maße, dass er eigentlich gar nicht anders kann als mit Allergien zu reagieren, die ja nichts anderes sind als Abwehrreaktionen unseres Körpers. Deshalb ist auch die Verdauung und Entgiftung über den Darm, die Nieren und nicht zuletzt über die Haut, dem größten Organ des Körpers, besonders wichtig.

Bei Verdauungsstörungen soll man Lebertee trinken, bei Verstopfung Abführtee. Im März, während der Mond abnimmt, ist Blutreinigungstee zu empfehlen. Im Frühling ist das Kauen von Bienenwaben sowie auch die tägliche Einnahme von 2-3 Esslöffel Bienenhonig sehr zu empfehlen.

Husten

Kommt es im Lungen- oder Luftröhrenbereich zu Störungen, so reagiert der Körper durch Husten. In erster Linie sind die Ursachen solcher Störungen Erkältungen aber auch Lungen-, Kehlkopf- oder Luftröhrenentzündungen, Infektionen oder übermäßiges Rauchen können unter anderem die Gründe für Husten sein. Im Gegensatz zum Raucherhusten ist es bei Erkältungs- und krankheitsbedingtem Husten unbedingt zu empfehlen sich ins Bett zu legen und den Husten ein bis zwei Tage in einem gut durchlüfteten Raum und Bettwärme auszukurieren.

Dabei können Einreibungen im Brustbereich zum Beispiel mit ätherischen Ölen wie Kampferöl, Wacholderöl, Eukalyptusöl sowie mit angewärmten Neuner’s Kräuteröl oder Neuner’s Körperfit gemacht werden. Über das Öl einfach ein warmes Tuch legen. Auch Inhalationen mit Kräutern wie Thymian, Eukalyptus, Pfefferminze, Kamille oder Salbei beruhigen den gereizten Bereich der oberen und unteren Atemwege. Das Trinken von viel Flüssigkeit ist äußerst hilfreich, vor allem wenn ein Kaltansatz mit Kräutern wie Eibisch, Spitzwegerich, Huflattich und Königskerze gemacht wird. Das heißt, die Kräuter werden in zimmerwarmes Wasser gegeben und dort für etwa 6 Stunden belassen, abgeseiht und dann wird der Ansatz mit Zimmertemperatur getrunken. Dabei werden vor allem die wirksamen Schleimstoffe nicht zerstört und können somit ihre volle reizlindernde Wirkung im Hals und Rachen entfalten. Auch das Trinken von schleimlösenden Teemischungen mit zusätzlicher reizlindernder Wirkung wie Neuner’s Nr. 11 Zur Unterstützung der Tätigkeit der Bronchien und Atemwege in Form eines heißen Teeaufgusses ist ein hilfreiches Mittel zur Bekämpfung von Husten. Honig kann in diesem Fall auch zum süßen von Arzneitees verwendet werden, da er zusätzlich reizlindernd und beruhigend wirkt. Schleimlösend wirkt auch Rettichsaft, der ebenso mit Honig gesüßt werden kann. Blähende Lebensmittel wie Kohlgemüse, Hülsenfrüchte, kohlensäurehaltige Getränke oder Bohnenkaffee müssen vermieden werden, sowie Raucher unbedingt das Rauchen einstellen sollen, zumindest für die Zeit bis der Husten ganz ausgeheilt ist.

Hämoriden

Hämorrhoiden sind Erweiterungen von Blutgefäßen im Bereich des Afters. Durch den entstehenden Druck beim Stuhlgang platzen diese Blutansammlungen und es kommt zu schmerzhaften Blutungen. Die Diagnostizierung ist durch die auftretenden Schmerzen und die Blutungen nicht schwierig, doch sollte beim Auftreten von Hämorrhoiden, auch bei anscheinend leichten Fällen, immer ein Arzt aufgesucht werden. Die Ursachen sind in einer falschen Lebensweise zu suchen. Hier sind es häufig Ernährungsfehler, wobei üppiges Essen, viel Kaffee, Alkohol- und Nikotingenuss sich besonders schädlich auswirken. Dazu kommt vielfach Bewegungsarmut, gefördert durch eine sitzende Tätigkeit, durch Sitzen im Auto oder am Fahrrad. Es können aber auch Verdauungsstörungen, Leber-, Herz- und Lungenkrankheiten, Gastritis, Darmleiden, schwere Entbindungen oder Schwangerschaften sowie die Folgen von Blinddarm- und Unterleibsoperationen zu Hämorrhoiden führen.

Das erste Behandlungsziel ist eine weitgehende Blutreinigung, damit das angestaute Blut wieder leichter fließt. Auch auf einfaches, gesundes Essen muss Wert gelegt werden, wobei Fleisch, Mehlspeisen, scharfe Gewürze, Essig und besonders Bohnenkaffee, Rotwein und Nikotin stark eingeschränkt werden sollen. Viel Bewegung ist äußerst wichtig. Bei Stuhlträgheit ist Abhilfe dringend geboten, wobei selbstverständlich Abführtees aus Kräutern nicht nur gesünder, wirkungsvoller und angenehmer zu nehmen sind als chemische Produkte, sondern im Gegensatz zu diesen keinerlei unangenehme Nebenwirkungen haben. Laxier Mittel sollte man nicht verwenden, um die Darmschleimhäute nicht zu reizen und die Darmflora nicht zu zerstören. Bei längerer Verwendung können laxier Mittel den Magen und die Gedärme ruinieren, was in der Folge zu Mastdarmentzündungen, Geschwüren, Fisteln und unter Umständen sogar zu Krebs führen kann. Darum ist es angebracht, den Stuhl nur mit natürlichen Mitteln weich zu halten. Die Reinigung sollte sowohl nach der Stuhlentleerung als auch am Abend vor dem Zubettgehen, am besten mit einem feuchten Waschlappen aber zumindest mit weichem Toilettenpapier, erfolgen. Ausgezeichnet sind Sitzbäder mit einem Absud von Schachtelhalmkrauttee und Arnika. Wirkungsvoll sind auch Bäder, bei denen Eichenrinde und Kamille verwendet werden. Weitere Kräuter die Linderung verschaffen sind Königskerze, Baldrianwurzen, Mistel, Hirtentäschelkraut, Angelikawurzeln, Pfefferminze und Ginster. Auch Rosskastanien sind hilfreich, vor allem als sogenanntes Sympathiemittel wird sie in die Hosentasche gesteckt und bereits nach einer Stunde soll eine spürbare Besserung eintreten.

Wichtig sind auch hier Blutreinigungskuren im Frühling und im Herbst. Bei innerlichen Hämorrhoiden wirken Einspritzungen von einem Kaffeelöffel voll Johanniskrautöl nicht nur lindernd, sondern auch heilend. Bei äußeren Hämorrhoiden sind Einreibungen mit Neuner’s Kräuteröl das Johanniskrautöl enthält oder Hamametumsalbe heilsam und kühlend.

Impotenz

Als Impotenz wird die, durch mangelnden oder ungenügenden Blutandrang in den Penis, unmöglich gemachte Vollziehung des Geschlechtsverkehrs bezeichnet. Diese Erscheinung tritt nicht nur altersbedingt auf, sondern kommt immer häufiger auch schon bei jungen Männern vor. Dazu kann gesagt werden, dass echte Impotenz eigentlich äußerst selten vorkommt. Sicherlich ist mit zunehmendem Alter ein Nachlassen der sexuellen Leistungsfähigkeit zu beobachten. Doch gibt es ebenso viele Fälle, in denen die Potenz bis ins hohe Alter erhalten bleibt. Die Impotenz bei jungen Männern ist fast immer auf seelische Ursachen und falsche Lebens- und Verhaltensweise zurückzuführen. Übermäßiger Alkoholgenuss, starkes Rauchen, häufiger Partnerinnenwechsel oder seelische Konfliktsituationen, Stress und dergleichen können leicht zu einem einmaligen" Versagen" führen. Dadurch alarmiert, wird die Angst vor dem anscheinend drohenden Verlust der "Männlichkeit" wach und in der Folge durch die Furcht vor einem neuerlichen Versagen erst eine scheinbare Impotenz ausgelöst.

Auch organische Leiden wie Hoden- und Prostataerkrankungen, Hämorrhoiden, Depressionen, Verletzungen und ähnliches können die Ursache für Impotenz sein. Eine vernünftige Lebensweise ist in jedem Fall unabdingbar. Also: kein Alkohol, kein Nikotin, viel körperliche Arbeit und Bewegung in frischer Luft, regelmäßige kalte Waschungen (insbesondere im Genitalbereich), Abhärtung und so weiter. Zusätzlich ist das Trinken von nerven kräftigenden Kräutertees vorteilhaft. Schlüsselblume, Edelraute, Engelwurz, Melisse und Wacholderbeere sind hier die Kräuter der Wahl.

Kalte Füße

Sie sind sehr häufig die Folge von Kreislauf- bzw. Durchblutungsstörungen. Ursachen können Kreislaufschwäche, Herzmuskelschwäche oder auch schwache Venen- oder Arterienmuskeln sein. Manchmal kann es auch zur Blauverfärbung der Haut und zur Bildung von Krampfadern kommen. Andere Ursachen sind Leiden des Stützapparates, der Wirbelsäule, der Hüftgelenke oder auch verklemmte Nervensysteme wie dem Sympaticus, Ischias oder anderer Nerven. Auch Bandscheibenschädigungen können Nervenstränge abklemmen, die die quergestreiften Muskelringe der Arterien und Venen bedienen und befehligen.

Weitere Verursacher sind Nikotin und Alkohol. Nikotin wirkt zusammenziehend auf Nerven, Herzmuskulatur, Lunge, Haut und die Blutbahnen wozu es zu dem sogenannten „Raucherbein“ kommen kann. Auch die Bewegungsarmut des Körpers bzw. der Beine besonders bei sitzenden Berufen trägt zu kalten Füßen bei. Hierfür ist die einfachste Therapie sportliche Betätigung wie bereits der tägliche Spaziergang.

Die Behandlung richtet sich nach der Ursache. Bei Wirbelsäulenleiden ist der Orthopäde oder Chiropraktiker zuständig, bei Durchblutungsstörungen der Internist, für Nervenursachen der Neurologe, für das Raucherbein der Arterien- oder Krampfadern Spezialist. Bei Durchblutungsstörungen sollte man abschnürende Kleidung vermeiden und auf gesundes Schuhwerk achten. Tees bringen hier oft erhebliche Hilfe. Geeignete Kräuter sind Misteln, Weißdorn, Schafgarbe, Schachtelhalmkraut und Rosmarin. Auch Einreibungen mit Neuner’s Arnika, Neuner’s Kräuteröl, Neuner’s Körperfit oder Neuner’s Agil sind anzuraten.

Kinderlosigkeit

Der natürliche Wunsch nach Kindern bleibt in manchen Fällen aus den verschiedensten Gründen unerfüllt. Mit diesen Gegebenheiten wollen wir uns hier auseinandersetzen. Die Ursache von Kinderlosigkeit kann sowohl beim Mann als auch bei der Frau liegen. Stellt sich daher in einer Partnerschaft lange Zeit trotz intensiven Wunsches keine Schwangerschaft ein, so müssen die entsprechenden Untersuchungen bei beiden Ehepartnern durchgeführt werden. Unfruchtbarkeit beim Mann wird häufig durch Mumps, Entzündung der Ohrspeicheldrüse oder auch anderen Drüsen- und Infektionskrankheiten ausgelöst. Andere Ursachen sind Verkühlungen, Entzündungen, psychische Einflüsse, Angstneurosen und vieles mehr. Hilfreich kann hier eine Teemischung aus Anis, Engelwurz, Melissenkraut, Meisterwurz, Süßholzwurzel und Kardobenediktenkraut sein.

Doch der beste Heiltee allein hilft wenig, wenn nicht gleichzeitig die Lebensweise geändert wird. Nikotin und Alkohol sollen vermieden werden. Dafür sind Fruchtsäfte, Rohkost und besonders Wurzelgemüse, Obst, Feigen, Datteln, Nüsse, Traubenzucker, Honig, Hühnerbrühe, Eier, Naturreis und ähnliches zu bevorzugen. Besonders anregend und durchblutungsfördernd wirken tägliche kalte Duschen bzw. Kaltwaschungen des Unterleibes. Es herrscht die Meinung vor, dass Kinderlosigkeit vor allem am Mann liege. In den meisten Fällen sind allerdings Probleme der Frauen die Ursache. Hier stehen in erster Linie Verkühlungen in jungen Jahren im Vordergrund. Die sensiblen Unterleibsorgane reagieren entsprechend auf Unterkühlungen, die vor allem bei ungenügender Bekleidung der Beine passieren. Sie ziehen sich zusammen, werden schlechter durchblutet und verkühlt. Es entstehen Verschleimungen, Katarrhe, Verkrampfungen, Entzündungen und allmählich auch organische Veränderungen. Regelschwierigkeiten, Weißfluss und ähnliches sind die Folge. Es kommt dann leicht zu verklebten Eileitern und nicht selten auch zu verkleinerten, verkümmerten und deformierten Gebärmuttern. Es ist also wichtig, den Unterleib und die Beine der Jahreszeit entsprechend warm anzuziehen, um von vornherein jede Verkühlung auszuschließen. Weitere Kräuter, die hier vor allem in Bädern angewendet werden, sind Frauenmantel, Schafgarbe, Schachtelhalmkraut, Hirtentäschel und Rosmarin und auch die Kamille. Diese helfen auch oft bei Regelkrämpfen. Für Schwangere ist ein solcher Tee allerdings nicht geeignet.

Frauen sollten aber in jedem Fall, egal ob die Ursachen organischer, hormoneller oder psychischer Natur sind, zum Arzt gehen.

Kopfschmerzen

Wie bei vielen anderen krankhaften Zuständen, sind auch bei Kopfschmerzen die möglichen Ursachen sehr vielfältig. Sie sind oft nur das Symptom einer ganz anderen Krankheit. Die erste Maßnahme gegen Kopfschmerzen ist (natürlich neben der Behandlung der eigentlichen Ursache) die Ableitung über die Haut, den Darm und die Gliedmaßen. Dazu macht man kalte Umschläge auf die Stirne oder den Nacken. Auch das Auflegen roher Kartoffelscheiben wirkt ableitend, was jedoch bei schlaggefährdeten Menschen nicht zu empfehlen ist. Lindernd wirken auch kurze, kalte Unterarmbäder und ableitende Fußbäder in Form von Unterschenkelgüssen oder auch abendliche warme Fußbäder (10 Minuten) mit einem Zusatz von je zwei Esslöffeln Salz und Essig. Der gefürchtete einseitige Kopfschmerz (Migräne) hat seine Ursache meist in einer verschobenen Halswirbelsäule und kann wirksam nur durch eine chiropraktische Behandlung bekämpft werden. Vorbeugend sind hier natürlich chiropraktische Gymnastikübungen zu empfehlen. Dabei lässt man den Kopf abwechselnd nach rechts und nach links kreisen, dreht den Kopf immer wieder stark nach hinten und beugt ihn nach vorne. Auch sollen bei diesen täglichen Übungen die Arme immer wieder gestreckt werden.

Als lindernde Kräuter sind bei Migräne Anserine, Minze und Johanniskraut bekannt. Bei Kopfschmerzen im Allgemeinen haben sich immer wieder Lavendel, Pfefferminze, Thymian, Johanniskraut und Waldmeister bewährt. Sind die oberen Luftwege verlegt, ist das 5 bis 6 Minuten lange Inhalieren mit Tee aus Holunderblättern, Kamille und einem Zusatz von 1 bis 2 Tropfen Latschenkiefernöl zweckmäßig, weil die Atemwege dadurch frei werden. Nach dem Inhalieren soll der Kopf mit einem warmen Tuch eingehüllt werden und der Raum längere Zeit hindurch nicht verlassen werden, um einer Erkältung vorzubeugen.

Ist die Ursache der Schmerzen in der Überanstrengungen von an sich schon etwas schwachen Augen zu suchen, sollte täglich dreimal (morgens, mittags, abends) Augentrosttee getrunken werden. Ungemein kann man die Augen stärken, wenn man sie auch mit diesem Tee auswäscht. Sind die Mandeln am Kopfweh schuld, ist das Gurgeln (morgens und abends) mit Kamillen- oder Salbeitee unter Zusatz von einigen Tropfen Zitronensaft oder Gurgeln mit einigen Tropfen Arnikaessenz zu empfehlen.

Bei Kopfschmerzen durch einen verdorbenen Magen hilft Wermut, der nicht nur die Kopfschmerzen, sondern auch die Magenbeschwerden verscheucht. Kommt es zu übermäßigem Alkoholgenuss, sind am nächsten Tag die Auswirkungen äußerst unangenehm spürbar. In diesen Fällen wird durch einen Lebertee nicht nur die Leber entgiftet, sondern auch die Kopfschmerzen werden innerhalb weniger Stunden völlig verschwinden. Günstig ist auch die Wirkung von Milch, insbesondere von Buttermilch und saurer Milch.

Wer häufig unter Kopfschmerzen leidet, muss selbstverständlich unbedingt den Arzt aufsuchen, der die Ursache ergründen und Abhilfe schaffen wird. Darüber hinaus sollte man jedoch möglichst wenig Fleisch, keine Mehlspeisen, kein Kohlgemüse, keine Hülsenfrüchte, Tomaten und blähenden Speisen zu sich nehmen. Rohkost ist besonders zu empfehlen.

Kreuzschmerzen

Nicht immer ist die Wirbelsäule selbst für Kreuzschmerzen verantwortlich. Manchmal strahlen auch Nierenschmerzen zur Wirbelsäule aus oder es sind Hämorrhoiden, Verdauungsstörungen, kalte Füße, bei Frauen auch oft Unterleibsleiden und ähnliches die Ursache. In erster Linie muss auf regelmäßige Verdauung geachtet werden. Oft rühren Kreuzschmerzen von einem geblähten oder überfüllten Darm her und verschwinden, sobald der Darm entleert ist. Auch Störungen des Blutkreislaufes und zu großer Blutandrang in die Gesäßstelle können damit verhindert werden. Das Auflegen von Heublumensäcken, Haferstroh, Kleie oder warmen Sandsäcken wirken lindernd.

Bei Grippe als Ursache von Kreuzschmerzen ist neben der Grippebehandlung Bettwärme unbedingt notwendig. Unterleibsstörungen bei Frauen sind sehr oft die Folge unvernünftigen Schuhwerks und ungesunder Kleidung. Wenn das Blut stark unterkühlt aus den Beinen zum Unterleib zurückströmt, kann es leicht zu Verkühlungen kommen, die meist auch bis zur Wirbelsäule ausstrahlen. Auch darf es nicht verwundern, dass die Wirbelsäule, wenn sie durch das Tragen allzu hoher Absätze in ihrer natürlichen Haltung und Lage behindert und ständig unter Spannung gehalten wird, mit Schmerzzuständen reagiert.

Gegen Schmerzen in der Wirbelsäule, aber auch bei Nieren- und Blasenerkrankungen wirken Schachtelhalmkrautbäder heilend. Andere wirkungsvolle Kräuter sind Eichenrinden oder Latschen, vor allem in Bädern. Natürlich sind vor allem vorbeugend gymnastische Übungen zur Muskelstärkung anzuraten.

Leberleiden

Die Leber reguliert den Chemiehaushalt unseres Körpers und hat als größte, der zum Verdauungs- und Stoffwechselapparat gehörenden Drüsen, weit über 100 verschiedene Funktionen zu erfüllen. Die Bezeichnung „Chemische Fabrik des Körpers“ ist angesichts dessen wohl nicht übertrieben. Schädigungen der Leber haben Funktionsstörungen zur Folge, die sich auf den ganzen Körper verheerend auswirken können. Um derartigen Schädigungen vorzubeugen, muss auf die Zufuhr der richtigen Rohstoffe geachtet werden. Vergiftungen und unnötige Belastungen müssen verhindert werden und die Abfuhr von schädlichen Rückständen muss ebenso gewährleistet sein. Viele Menschen muten ihrem Körper ständig extreme Belastungen zu und wundern sich dann, wenn dieser streikt.

Ein besonderes Kapitel bei den Lebererkrankungen ist der Alkohol, neben anderen Organen sind besonders das Gehirn und die Leber durch ihn gefährdet. Er soll nicht nur, sondern muss bei allen Erkrankungen der Leber absolut gemieden werden. Um Leberleiden vorzubeugen, sollte auch der gesunde Mensch den Genuss von Alkohol einschränken. Eine immer unterschätzte Ursache von Leberstörungen ist das Tragen von zu enger Kleidung, insbesondere von Hosen, deren Gürtel viel zu eng um die Taille liegen. Dadurch wird die Leber abgeschnürt, doch bei Schmerzen wird oft die Ursache an anderer Stelle gesucht und die Behandlung bleibt erfolglos.

Bei Erkrankungen der Leber ist immer der Arzt dafür zuständig. Darüber hinaus gibt es jedoch eine Reihe von naturheilkundlichen Maßnahmen, die Erkrankungen vorbeugen oder auch erhebliche Linderungen bewirken können. Ableitend sind warme Salzwasserwickel auf die Lebergegend sowie Topfenwickel mit dicker Auflage, die bis zu 4 Stunden auf der Leber bleiben. Die Kräuter der Wahl sind bei Leberleiden Wermut, Schachtelhalmkraut, Löwenzahnwurzel, Schöllkraut, Bibernellwurzel sowie Schafgarbe, Pfefferminze und Zichoriblätter. Gesalzene Tomaten und Sauer- sowie Buttermilch sollten vermehrt genossen werden. Alle Leberkuren sind durch eine entsprechende Leberdiät zu unterstützen.

In einer Leberdiät sollten fett- und eiweißreiche Speisen gemieden werden das heißt, Fleisch, Mehlspeisen, Wurst, Geräuchertes, Vollmilch, Eier und blähende Speisen nur selten auf den Tisch kommen zu lassen. Dagegen müsste wesentlich mehr Rohkost gegessen werden, frisches Obst, Gemüse, Blattgrün und Säfte.

Magengeschwür

Hauptursachen von Magengeschwüren sind hastiges Essen, damit verbundenes schlechtes, mangelhaftes Kauen, der Genuss von zu heißen Speisen, kalte Getränke, unregelmäßige Mahlzeiten, unregelmäßiger Schlaf, Aufregungen, Ärger und übermäßiger Alkoholgenuss. Eines der ersten Symptome eines Magengeschwürs ist das Gefühl von Druck oder Schwere im Magen, Erbrechen oder saures Aufstoßen. Im fortgeschrittenen Stadium sind Magenblutungen das sicherste Anzeichen eines bestehenden Magengeschwürs. Röntgenaufnahmen schaffen Klarheit über Sitz, Größe und Reifezustand eines bestehenden Geschwürs.

Wird ein Geschwür festgestellt, muss Magenschonkost verordnet werden. Sie besteht aus reizloser Kost und in der Vermeidung von kalten Getränken, Eis, Spirituosen, Bohnenkaffee sowie auch Schweinefleisch. Es ist außerdem empfehlenswert, immer nur kleine Portionen zu sich zu nehmen und dafür entsprechend mehr Mahlzeiten am Tage einzuhalten. Besonders wichtig ist langsames und bedächtiges Kauen. Man soll sich während einer Mahlzeit ausschließlich mit dieser befassen. Sehr wichtig ist genügend Schlaf. Bei Magenblutungen sind Hamamelis-Extrakte das Mittel schlechthin. Bei Anwendung derselben sind kalte Umschläge auf die Magengegend bis zum Aufhören der Blutung empfehlenswert. Gleichzeitig kann Eiweißwasser oder kalte Milch in kleinen Schlucken (bis zu einem Liter pro Tag) als einzige Nahrung eingenommen werden. Nach drei bis vier Tagen kann man langsam auf dünnen Hafer-, Reis- oder Grießbrei oder etwas Fleischbrühe mit Ei übergehen. Dies etwa für zwei Wochen. Später sind auch weiche Eier, Kalbsnieren und andere leichtverdauliche Speisen wieder möglich.

Heilend wirken bei Magengeschwüren und Zwölffingerdarmgeschwüren Leinsamen. Bei Brechreiz ist Neuner’s Pfefferminztee nach den Mahlzeiten hilfreich. Bei heftigen Schmerzen helfen Schöllkraut, Kamille und Eibisch. Anstelle von Brot sollte nur Diätzwieback gegessen werden.

Magenleiden

Die häufigsten Magenbeschwerden entstehen aufgrund von Verkühlungen durch den Genuss von zu kalten Getränken, vor allem bei großer Hitze oder von Speiseeis. Hier ist oft nicht nur eine Verkühlung der Magennerven und Magenschleimhäute die Folge, sondern auch die berüchtigte Gastritis. Zu unterscheiden sind verschiedene Formen von Gastritis: Säuregastritis, Verkühlungsgastritis, Begleitgastritis, Stumpfgastritis und die nervöse Gastritis.

Eine Gastritis, die durch Verkühlungen entsteht, zeigt sich in einem unangenehmen Völlegefühl nach jedem Essen und Trinken, verbunden mit Aufstoßen oder Sodbrennen, Kopfschmerzen, Mundgeruch, fallweise auch Verstopfung und manchmal im Auftreten von Hämorrhoiden. Hier helfen die Heilkräuter Wermut, Schafgarbe, Brennnesseln und Salbei. Wichtig ist es, Magentees immer lauwarm zu trinken. Natürlich ist auch eine Diät einzuhalten, bei der Schweinefleisch und geräucherte Fleisch- und Wurstwaren verboten sind. Wichtig ist es auch, immer nur kleine Mahlzeiten zu sich zu nehmen und dafür öfters. Kalte Getränke sind selbstverständlich absolut untersagt.

Bei Magenübersäuerung helfen Salbei und Brennnessel. Frisches Brot, frische Germspeisen, Zitrusfrüchte, Beerenobst, Kompotte, Bohnenkaffee und Wein sind zu meiden.

Magenuntersäuerung ist oft eine Folge von nervösen Magenleiden, dauernder einseitiger oder zu trockener Nahrung oder von Zwölffingerdarm- oder Magenoperationen. Das dadurch bedingte Einnehmen von Pepsinersatzmitteln wirkt sich im Laufe der Zeit sehr nachteilig auf den Gesamtstoffwechsel aus. Gelenksleiden, trockene Haut und Nierenstörungen sind oft die Folge davon. Zur Anregung des Pepsinflusses werden besser natürliche Substanzen verwendet. Im Vordergrund stehen hier Wurzeln von Enzian, Alant, Kalmus und Eibisch sowie Tausendguldenkraut, Kümmel und Wermut. Hier sind auch Wein und Bohnenkaffee zu empfehlen, jedoch nur in kleinen Mengen.

Ein hervorragendes Mittel gegen Magenkrämpfe ist in Milch abgekochte Anserine, die abgeseiht und mehrmals pro Tag in kleinen Schlucken getrunken wird. Lindernd sind auch heiße Wickel mit Kamillentee. Kamillen- oder auch Melissentee kann gleichzeitig mit oben erwähnter Milch getrunken werden. Ein Magenkrampf entsteht durch eine überhöhte Reizbarkeit der Magennerven und ist daher meist nervöser Natur. Hervorgerufen durch Stress, Nachtarbeit, Schlafmangel und Aufregungen. Andere Ursachen von Magenkrämpfen sind Bleichsucht, Hysterie, Hämorrhoiden, Regelstörungen oder auch eine Überfüllung der Blutgefäße des Magens. Auch der Genuss von Bohnenkaffee, Alkohol und Nikotin, der oftmals eine Mahlzeit ersetzen soll, kann zu Magenkrämpfen und nervösem Magenleiden führen.

Migräne

Migräne ist eine äußerst schmerzhafte Form des Kopfschmerzes, die meist auf eine Kopfhälfte beschränkt ist und bis zum Erbrechen von Galle führen kann. Von Migräne Befallene müssen meist bei geschlossenen Vorhängen und absoluter Stille tagelang das Bett hüten. Die Ursachen dafür können verschiedenster Art sein. Es gibt Familien, in denen die Anfälligkeit für dieses Leiden immer wieder weitervererbt wird. In diesen Fällen ist nur sehr schwer zu helfen. Andere Ursachen sind Gehirnhautreizungen, Mittelohrentzündungen, Stirnhöhleneiterungen, Angina, Folgeerscheinungen nach Operationen, Magenerkrankungen oder auch Gallenerkrankungen.

Jedoch sind in rund 80 Prozent der Fälle Verkühlungen im Bereich der Halswirbel für die Migräneanfälle verantwortlich. Dadurch werden die durchführenden Nerven, Blutbahnen und Lymphbahnen in Mitleidenschaft gezogen und die Migräne ausgelöst. Von vielen Ärzten wird die chiropraktische Behandlung als Scharlatanerie oder als gefährlich verdonnert und abgelehnt. Es gibt jedoch bereits Tausende von Chiropraktikern und auch Ärzten, die diese Art der Heilkunst beherrschen, die alle das Gegenteil beweisen können. So genügt in vielen Fällen eine einzige chiropraktische Behandlung, um die Migräne für immer verschwinden zu lassen. Bei großen körperlichen Dauerbelastungen kann es passieren, dass sich ein Wirbel im Laufe der Zeit wieder verschiebt. Wiederholtes Einrenken wird ein eventuelles Wiederauftreten der Anfälle beheben. Eine Unterstützung der chiropraktischen Behandlung durch Medikamente ist jedoch sicherlich gut.

Zu empfehlen ist das tägliche Massieren der Genickmuskulatur über die Schultern bis zum Rücken hinunter. Als Einreibemittel empfiehlt sich Neuner’s Körperfit. Bei Anfällen von Migräne sollte auch auf Magen, Galle, Bauchspeicheldrüse und auf Verdauungs- und Unterleibsbeschwerden geachtet werden. Auch frühere Nierenleiden oder Durchblutungsstörungen kommen als auslösende Faktoren für Migräne in Betracht.

Der Genuss von Nikotin und Alkohol sollte nicht nur eingeschränkt, sondern ganz unterlassen werden. Sportliche Betätigung und häufiger Aufenthalt in frischer Luft mindern die Anfälligkeit gegen dieses Leiden.

Nachtschweiß

Außer als Nebenerscheinung mancher Krankheiten, wie Grippe, Lungenentzündungen sowie Leber- und Nierenerkrankungen, kann es auch ohne erkennbare Ursache zu nächtlichen Schweißausbrüchen kommen.

Helfend sind hier vor allem Salbei und Walnussblätter. Um eine Besserung zu erzielen sollte auch die Ernährung geringfügig umgestellt werden. Abends dürfen keine üppigen Gerichte auf den Tisch kommen und scharfgewürzte Speisen, Alkohol und Bohnenkaffe müssen gemieden werden. Besser ist es, abends abwechselnd Salbei- und Melissentee zu trinken. Auch kalte Abreibungen des Rückens wirken sich positiv aus sowie natürlich viel Bewegung an frischer Luft.

Nervenleiden

Nervenleiden wollen wir hier nur insoweit behandeln, als diese der Behandlung oder Einflussnahme durch Menschen aus der Umgebung des Erkrankten zugänglich sind. Für hier nicht erwähnte Krankheitsbilder ist ausschließlich der Arzt zuständig.

Unter den nervlich bedingten Erkrankungen und Leiden nehmen Gemütskrankheiten einen großen Platz ein. Sie stellen einen Zustand körperlicher oder geistiger Übererregbarkeit dar, der durch stimulierende Genussmittel wie Kaffee, Alkohol, Nikotin und ähnlichem nur scheinbar zeitweise überwunden, in Wahrheit jedoch verschlimmert wird. Dazu kommt häufig auch noch eine falsche Lebensweise durch zu wenig Schlaf, Isolation und Stress.

So ist Hysterie sicherlich auf seelisches Versagen zurückzuführen. Durch ein Missverhältnis von Leistungsfähigkeit und Anforderungen, die oft nicht von außen an den Betreffenden gestellt werden, sondern von ihm selbst, kommt es zu seelischen und körperlichen Stresssituationen, denen nicht jeder Mensch gewachsen ist. Der Betreffende versucht nun, bewusst oder unbewusst, durch Vortäuschung von Zuständen oder Krankheiten das Interesse oder Mitgefühl seiner Mitmenschen auf sich zu richten oder sein Versagen mit erfundenen Krankheiten zu rechtfertigen. Hier spielt das Unterbewusstsein eine sehr wesentliche Rolle, deshalb kann ein Hysteriker oft für sein Verhalten nicht verantwortlich gemacht werden.

Der Hypochonder ist durch seine übersteigerte Ängstlichkeit in Bezug auf seinen Gesundheitszustand oft tatsächlich gezeichnet. Er glaubt, ständig Symptome aller möglichen Krankheiten bei sich zu entdecken und kann dadurch zu einem menschlichen Häufchen Elend werden.

Ein besonderes Kapitel ist die Neurasthenie. Jedoch ist die echte Neurasthenie relativ selten. Die meisten der als Neurasthenie gedeuteten Erscheinungsbilder beruhen auf Neurosen oder Krankheiten des Nervensystems. Der Neurastheniker ist durch extreme Überbeanspruchung seines Körpers in einem permanenten Erschöpfungszustand. Er ist dementsprechend schnell erregbar und gereizt.

Diesen bedauernswerten Menschen wird häufig eine Unmenge von Nervenmitteln verschrieben, die den ohnehin geschwächten Körper noch zusätzlich vergiften. Anstelle der chemischen Präparate sollen allmählich natürliche Heilmittel treten, die allein in der Lage sind, den geschwächten Körper zur eigenen Regeneration anzuregen. Im Vordergrund stehen dabei das Johanniskraut, Hopfen, Kamille, Engelswurz, Baldrian und Schlüsselblume. Die Passionsblume hilft bei Schlafstörungen die Schlaftabletten allmählich zu ersetzen. Das durch zu viele Medikamente vergiftete Blut muss einer Blutreinigung unterzogen werden. Nicht zu vergessen Pfefferminztee und Ringelblumentee, die beide bei Blähungen, die wieder das Gemüt belasten würden, von Nutzen sind. Das mehrmalige Kauen von Wacholderbeeren tagsüber wirkt ungemein nervenstärkend. Gut wäre es auch eine entsprechende Diät mit wenig scharf gewürzten Speisen, Alkohol, Bohnenkaffe und Schwarztee einzuhalten.

Nervenschmerzen

Diese Zustände gehören zu den schlimmsten Schmerzempfindungen, denen ein Mensch ausgeliefert sein kann. Außer Betäubungs- und Beruhigungsmitteln wird in der Schulmedizin Vitamin B 12 mit einigem Erfolg angewandt. Auf Dauer aber kann auch dieses an sich sehr gute Präparat kaum Abhilfe schaffen. Beruhigungstee und ableitender Blutreinigungstee wirken hier auf lange Sicht besser. Rasche Erleichterung bringen Einreibungen mit Ölen und verschiedenen Spiritusmitteln, doch am wirksamsten ist das Lehmbad. Selbst schwerste Schmerzzustände verschwinden damit innerhalb weniger Tage völlig. Dazu wird die Badewanne mit Wasser gefüllt und eine größere Menge Lehm dazugegeben, so dass eine breiige Flüssigkeit entsteht. Man muss sechs Stunden darin verweilen, um das Lehmbad voll zur Wirkung kommen zu lassen. Bei besonders heftigen Schmerzen macht man diese sechsstündigen Lehmbäder sowohl am Morgen als auch am Abend. Nach dem Verlassen des Bades duscht man sich kurz kalt ab, und nach dem kräftigen Warmfrottieren des Körpers begibt man sich ins Bett.

Während der Nacht sollte man sich einmal schnell kalt duschen und anschließend sofort wieder das warme Bett aufsuchen. Der Lehm zieht durch die Hautporen nicht nur aufgestautes Wasser, Schlacken und Giftstoffe aus, sondern ist auch in der Lage, Spannungen der Nervensysteme abzubauen. Im weiteren Verlauf der Behandlung sind vor dem Zubettgehen kalte Fußbäder oder auch kalte Ganzkörperwaschungen zweckmäßig. Zu achten ist auch auf einen geregelten Stuhlgang. Viel Bewegung im Freien ist genauso notwendig wie eine entsprechende Diät ohne scharfe Speisen und vor allem Alkohol, Bohnenkaffee und Schwarztee. Später sind Heublumenbäder oder auch Melissenbäder sowie Rosmarin und Baldrian sehr geeignet, eventuelle Schmerzen zum Abklingen zu bringen.

Nierenleiden

Die Nieren sind als eines der wichtigsten Ausscheidungsorgane von enormer Wichtigkeit für den Gesamtorganismus. Ihre Funktionstüchtigkeit zu erhalten, gehört zu den wichtigsten Aufgaben jedes Einzelnen. Die Hauptaufgabe der Nieren ist die Ausscheidung von Wasser und gelösten Eiweißstoffen aus der Blutbahn sowie die Eliminierung überschüssiger Salze und Säuren (Harnsäure). Die auszuscheidenden flüssigen Stoffe gelangen aus der Niere über die Harnleiter in die Blase und werden von dort aus dem Körper ausgeschieden. Da die Nieren also den Wasser-, Eiweiß-, Säure- und Salzhaushalt des Körpers regulieren, kommt es bei Erkrankungen oder Störungen der Nieren zu schwersten Erkrankungen, die oft gar nicht mit dieser Ursache in Verbindung gebracht und daher vielfach falsch behandelt werden.

Besonders anfällig sind die Nieren gegen Verkühlungen, Nässe, Infektionen, Eiterherde und Ernährungsfehler. Dies zeigt sich besonders bei eitrigen Entzündungen, unterdrückten Krankheiten und Infektionskrankheiten wie Scharlach, Masern und Mumps. Es kann dabei zu Stauungen in den Nieren kommen, wodurch der Harnabgang behindert wird. In der Folge kann es zu Entzündungen, Grieß- oder Steinbildung kommen. Auch Medikamentenmissbrauch und reichliches Einnehmen von Pulvern und Tabletten hat eine Ansammlung von Arsen, Phosphaten, Karbolsäure sowie Benzol zur Folge und bewirkt die Ablagerung von Sedimenten und Verstopfung der Nierentrichter. Durch Stauungen in den Nieren kommt es zu heftigen Kreuz- und Rückenschmerzen, Kopfschmerzen, Brechreiz, vermindertem Harnabgang, Fieber, Schwellungen der Augenlider, der Hand- und Fußgelenke, Völlegefühl im Bauch, zu Krämpfen und Koliken.

Bei Nierenschmerzen und Erkältungen der Niere helfen heiße Wickel mit Kamillen- der Schachtelhalmkrauttee. Gleichzeitig sollte warmer Hagebuttentee getrunken werden. Um ein Ansteigen des Blutdrucks und damit Kopfschmerzen vorzubeugen, sollte man kalte Kopfumschläge machen.

Bei Nierenentzündungen werden zwei Stunden lang Topfenauflagen auf die Nierengegend gemacht und anschließend vier Stunden lang Zwiebelscheiben aufgelegt, die vorher leicht angewärmt werden sollen, um die Wirksamkeit zu erhöhen. Jede Stunde soll eine Tasse Schachtelhalmkrauttee getrunken werden. Bei Herzschwäche soll man mit Baldriantropfen das Herz unterstützen. In den meisten Fällen werden die Beschwerden nach wenigen Stunden abklingen.

Die Nierenbeckenentzündung entsteht meist durch Infektion bei Blasenentzündung und Harnleiterentzündung oder aber durch den Darm über die Lymphbahnen. Die Behandlung ist dieselbe wie vorher, jedoch wird der Ausgangspunkt (Blase, Harnleiter) ebenfalls in der gleichen Weise mitbehandelt.

Die chronische Nierenentzündung zeigt sich durch Appetitlosigkeit, Gedächtnisschwund, Müdigkeit, schlechten Mundgeruch, gedunsenes Gesicht, blasse Hautfarbe und Bluthochdruck. Dabei wird das Gewebe der Niere geschädigt und die Tätigkeit der Nieren vermindert.

Nierensteine

Die Veranlagung zu Steinbildungen der Nieren ist vererbbar .Vor allem sind es Ernährungsgewohnheiten, die weitergegeben werden. Das beste Mittel, die Bildung von Nierensteinen zu verhindern, ist eine entsprechende Ernährung. Lange Zeit hindurch waren in allen Nierendiätvorschriften Salz und Pfeffer strengstens verpönt, doch Salz und Pfeffer regen die Blutzirkulation der Nebennieren ungemein an. Dadurch kommt es zu einer wesentlich besseren Durchblutung und damit verbundenen Ausscheidung von Schadstoffen. Außerdem wird durch Salz und Pfeffer das Durstgefühl vermehrt. Die daraus resultierende gesteigerte Getränkeaufnahme vergrößert den Flüssigkeitsdurchlauf durch die Niere, was eine verstärkte Ausschwemmung von Uraten, Oxalaten und ähnlichem zur Folge hat. Ehe es zu Grieß- und Steinbildungen kommen kann, werden die Baustoffe bereits aus dem Körper ausgeschwemmt.

Nierensteine bestehen entweder aus Uraten oder Oxalaten. Daher muss bei der individuellen Diätzusammenstellung auf diesen Umstand Rücksicht genommen werden. Hat sich in der Niere ein Stein gebildet, so versucht der Organismus, diesen wieder loszuwerden. Falls der Stein nicht schon zu groß ist, gelangt er durch den Harnleiter in die Blase und wird von dort ausgeschwemmt. Es kommt jedoch häufig vor, dass der Stein, besonders wenn es sich um Oxalatsteine handelt, die eine eckige Form haben, im Harnleiter stecken bleibt. Der Urin kann dann nicht mehr oder nur stark vermindert abfließen, und es kommt zu Harnstauungen in der Niere. Dadurch werden dann Nierenkoliken ausgelöst. Vielfach wird der Stein dann operativ entfernt, was aber unter Umständen langwierige Infektionen der Harnwege zur Folge haben kann. Ehe man sich daher zur Operation entschließt, sollte unbedingt ein zwar einfaches, aber wirkungsvolles Mittel versucht werden: Man begibt sich auf einen Berg, trinkt dort mindestens 2 Liter Tee und läuft dann den Berg hinunter. In sehr vielen Fällen wird man ohne Stein im Tal ankommen! Ähnliche Wirkung wird durch Motorradfahren über unwegsames Gelände erzielt.

Erste Pflicht für Menschen, die an Erkrankungen der Niere zu leiden haben, ist reichliches Trinken. Man sollte mindestens zwei bis drei Liter Flüssigkeit pro Tag zu sich nehmen, um die Spülung der Nieren zu gewährleisten. Wichtig ist auch viel Bewegung, Laufen, Hüpfen, Springen, Turnen und dergleichen mehr. Bei der Ernährung sollen vor allem Spinat, Tomaten, Spargel, Rhabarber, geräucherte Fische, geräucherte Fleisch- und Wurstwaren, hartgekochte Eier, Topfen und Apfel vermieden werden. Die Kost soll reichlich pflanzliche Mineralsalze enthalten. Zu empfehlen sind Blattgemüse, Stangengemüse, Wurzelgemüse und Sauermilch. Wichtig bei Nierenerkrankungen aller Art sind die Kräuter Thymian, Haferstroh, Süßholz, Johanniskraut, Schachtelhalmkraut, Goldraute, Birkenblätter, Spitzwegerich, Schafgarbe, Ehrenpreis und Wacholderbeeren. Als äußerst wirkungsvoll zum Ausschwemmen und Auflösen von Nierensteinen erwiesen sich immer wieder Wacholderbeeren.

Prostataleiden

An sich sind sie eine Alterserscheinung, jedoch werden davon auch jüngere Männer befallen. Dafür ist selbstverständlich in erster Linie der Urologe zuständig. Doch darüber hinaus gibt es eine Reihe von Hausmitteln, die nicht nur zu lindern vermögen, sondern oft auch eine Operation überflüssig machen. Besonders wirksam sind hier Sitzdampfbäder mit Haferstroh. Dazu kocht man zerkleinertes Haferstroh in drei Liter Wasser und gießt diesen dampfenden Tee in einen Eimer, dessen Rand mit einem zusammengelegten Handtuch abgedeckt ist, so dass man darauf sitzen kann. Unterleib und Schenkel müssen mit Tüchern so abgedeckt werden, dass kein Dampf entweichen kann. Man bleibt 15 Minuten sitzen und legt sich dann gut eingehüllt ins Bett.

Bei akuten Beschwerden sollen diese Bäder täglich, in chronischen Fällen jeden zweiten oder dritten Tag gemacht werden. Ein ganz hervorragendes Mittel gegen Prostataerkrankungen sind Kürbiskerne. Es ist bekannt, dass in der Südsteiermark und weiten Teilen Jugoslawiens Prostataleiden nahezu unbekannt sind, was auf die reichliche Verwendung von Kürbiskernöl zurückzuführen ist. Wer sich daher vor diesem lästigen Leiden schützen will, braucht nur in seiner Küche dieses braune Öl einzuführen, das besonders für die Zubereitung von Salaten hervorragend geeignet ist. An den speziellen Geschmack gewöhnt man sich bald. Bier und kohlensäurehaltige Getränke sollten gemieden werden, ebenso Wein. Achten sollte man auch auf warme Unterbekleidung. Zu empfehlen sind Bärentraubenblätter, Ginster, Alantwurzeln, Leinsamen und Schachtelhalmkraut.

Reisekrankheit

Übelkeit vor oder während einer Reise ist meist durch Überreizung des vegetativen Nervensystems, Zwerchfellhochstand, Magenneurose, Magennervenschwäche oder psychische Ursachen bedingt. Eine besonders unangenehme Form der Reisekrankheit ist die sogenannte Seekrankheit, die durch das Schaukeln eines Schiffes hervorgerufen wird. Ein erprobtes Mittel gegen die Seekrankheit ist reichliches Essen, wozu auf Schiffen in der Regel genügend Gelegenheit geboten wird. Ein voller Magen ist weit weniger anfällig und empfindlich gegen die Schwankungen an Bord eines Schiffes.

Bei Auto- oder Flugreisen genügt es oft, eine große Kartoffel oder einen größeren Schlüssel in der Hand zu halten, um sich vor dem Übelwerden zu schützen. So simpel dies klingen mag, so wirkungsvoll ist es. Eine andere heilsame Methode ist das Tragen eines Zeitungsblattes unter dem Hemd auf der nackten Bauchhaut. Auch das Trinken von Ingwertee sowie das Kauen desselben vor und während der Reise sind äußerst hilfreich um Übelkeit zu vermeiden.

Rheuma

Die Hauptursachen von Rheuma sind Erkältungen. Häufig tritt Rheuma auch im Gefolge anderer Krankheiten, wie Gallen- und Lebererkrankungen, nicht ausgeschiedene Harnsäure sowie erhöhtem Cholesterinspiegel, auf. Verursacher von Rheumaerkrankungen sind auch Ernährungsfehler, Völlerei und übermäßiger Alkoholgenuss. Daher ist bei Rheumakranken eine strenge Diät unumgänglich. Durch falsche Essgewohnheiten lagern sich im Körper Schlacken und Schadstoffe verschiedenster Art ab, die durch entsprechende Diät- und Reinigungskuren ausgeschwemmt werden müssen. Letztere nützen jedoch recht wenig, wenn durch Unvernunft und Hemmungslosigkeit bei der Ernährung die gerade erst ausgeschwemmten Stoffe wieder in den Körper aufgenommen werden.

Es gibt zwei Arten von Rheumatismus:

Gelenksrheuma

Gelenksrheuma kann sowohl akut auftreten oder aber auch chronisch sein. Hier spielen verschiedene Blut- und Harnsalze sowie -säuren eine große Rolle. Deshalb ist bei der Behandlung großer Wert auf eine Leber-, Nieren- und Harnsäurebehandlung zu legen. Wöchentlich sollten ein- bis zweimal heiße Vollbäder genommen werden, um anschließend belastende Giftstoffe im Bett richtig auszuschwitzen. Allerdings ist eine gewisse Vorsicht des Herzens wegen anzuraten, weil gerade Gelenksrheumatismen das Herz sehr stark belasten. Auch Bäder mit Latschenkieferöl oder Steinsalz sind sehr empfehlenswert. Als altes Bauernmittel sind Heubäder bekannt und beliebt. Für Herzleidende kommen allerdings Heubäder nicht in Frage.

Es gibt eine Reihe sehr wirkungsvoller Kräuter, die heilend zu wirken vermögen. So sind dies: Birkenblätter oder Gartenraute, Wiesengeißbart, Hauhechelwurz, Holunderblätter oder -blüten. Eine angebrachte Diät muss unbedingt fleischlos sein und sollte nicht zu salzreich sein, weil der an Rheuma erkrankte Körper ohnehin zu sehr mit Salzen angereichert ist. Pfeffer soll jedoch reichlich verwendet werden, um die Blutzirkulation der Nieren und Nebennieren anzuregen, wodurch diese vermehrt ausscheiden. Diese Diät muss über Monate hindurch eingehalten werden, wobei Alkohol gänzlich zu meiden ist.

Muskelrheuma

Muskelrheumatismus ist sehr häufig, weil die Ursachen dafür sowohl in Ernährungsfehlern als auch durch Erkältungen zu finden sind. Es kommt immer wieder vor, dass Menschen, die leicht zu Erkältungen, Katarrhen und Rheumatismus neigen, sich in immer noch wärmere Kleidung einhüllen. Dabei ist gerade dies das Verkehrteste, das man machen kann. Abhärtung ist hier das Wichtigste. Das heißt jedoch nicht Verkühlung, deshalb muss sie mit einiger Vorsicht erzielt werden. Am besten ist es natürlich, wenn der Mensch bereits im Kindesalter entsprechend abgehärtet wird, indem er viel in der Natur, der frischen Luft und somit der natürlichen Witterung ist.

Leider gibt es immer noch viele Häuser und Wohnungen, die schlecht gebaut oder in schlechtem Zustand und deshalb feucht und eigentlich unbewohnbar sind. Dies sind die Brutstätten für chronischen Rheumatismus, weil jede noch so gewissenhafte Behandlung unter solchen Umständen zum Scheitern verurteilt ist. Das vielleicht wirkungsvollste Mittel, das bei einem akuten Muskelrheumaanfall angewandt werden kann, ist das Schlagen der Haut mit frischen Brennnesseln. Diese Nessel verursacht bei der intensiven Berührung mit der Haut ein heftiges Brennen und das Aufziehen von Bläschen. Dadurch lösen sich Salze und Säuren des Stoffwechsels aus den Bindegeweben und werden später abgeleitet. Ein etwas weniger drastisches Mittel ist das kräftige Frottieren der betreffenden Körpersteilen mit anschließenden kurzen, kalten Bädern. Danach sofort warm einhüllen und für eine Weile ins Bett legen. Auch innerlich helfen vor allem Brennnesseln oder Birkenblätter. Eventuell sind auch schweißtreibende Kräuter angebracht, am besten wendet man Holunderblätter, Schlüsselblumen oder Hopfen an. Schließlich ist auch noch das Auflegen von nassem Lehm, der mit etwas Essigwasser vermischt wurde erleichternd.

Schlaflosigkeit

Schlafstörungen nehmen in unserer "modernen" Welt immer mehr zu. Die Ursachen dafür liegen meistens in seelischen Bereichen, persönliche Konfliktsituationen, unbefriedigende Arbeitsbedingungen. Viele Menschen verlieren immer mehr die Fähigkeit sich zu entspannen. Vielfach sind es aber auch schwere Ernährungsfehler sowie ein Überkonsum von Genussmitteln wie Alkohol, Nikotin und dergleichen. Auch Nacht- oder Schichtarbeiter leiden vielfach unter Schlaflosigkeit.

Eine große Rolle spielt hier natürlich die Umgebung des Menschen. Darum sind auch oft äußere Einflüsse die Ursache für schwere Schlafstörungen, so zum Beispiel Erdstrahlen, Wasseradern, geologische Verwerfungen unter dem Wohnhaus und vieles anderes mehr. Bei Kleinkindern zeigt sich sehr oft, dass sie Strahlenflüchter sind und sich immer wieder in die gleiche Ecke verkriechen. Dies ist sehr oft ein Zeichen dafür, dass das Kind auf einer Wasserader oder einer Strahlenkreuzung liegt. Wird das Bett auf einen anderen Platz oder manchmal auch in einen anderen Raum verschoben, hören die Schlafstörungen des Kindes oft schlagartig auf. Das gleiche gilt natürlich auch für Erwachsene.

Sehr empfehlenswert sind schlaffördernde Kräuter wie Johanniskraut, Bitterklee, Brombeerblätter, Frauenmantel, Hopfen, Schafgarbe, Schlüsselblumen sowie natürlich Melisse und Lavendel. Natürlich ist auch eine gesunde Lebensweise wichtig, wenn man Schlafstörungen ein Ende machen will. Dass schwerverdauliche Speisen am Abend nicht nur den Magen, sondern den gesamten Organismus belasten ist bekannt. Das Abendessen sollte immer möglichst früh angesetzt werden und nur aus leichtverdaulichen Speisen bestehen. Im Grunde würde eine Suppe genügen. Vor dem Zubettgehen sollte man kalt duschen oder sich zumindest mit einem kalten Waschlappen den ganzen Körper abreiben. Durch das kalte Wasser auf der Haut wird die Durchblutung angeregt, und der Körper schaltet auf "Heizung". Dadurch wird viel Energie verbraucht, und man wird entsprechend müde und schläft ein. Vermieden werden sollten selbstverständlich alle nervenaufpeitschenden Mittel wie Bohnenkaffee, Kakao, Alkohol usw. Schwarztee ist am Abend nur geeignet, wenn man ihn lange ziehen lässt, weil sich dadurch die Gerbsäure löst, die auf viele Menschen einschläfernd wirkt. Wird Schwarztee nur schnell überbrüht, wirkt er genauso belebend wie Kaffee und ist deshalb vor dem Schlafengehen zu vermeiden.

Wer nachts oft aufwacht sollte sich auf das Nachtkästchen ein Glas Honigwasser oder auch gewöhnliches Wasser und ein Stück Brot legen. Wacht man auf, sogleich ein Stückchen Brot und einen Schluck Wasser zu sich nehmen - man schläft dann leichter wieder ein.

Schluckauf

Gegen Schluckauf hilft gewöhnlich schon ein Schluck kalten Wassers oder das Lutschen eines kleinen Eisstückchens, ebenso ein Esslöffel voll Zucker. Helfend ist aber auch das Auflegen von geriebenem schwarzem Rettich oder Meerrettich auf die Magengegend. Tritt Schluckauf während des Essens auf, sollte man sofort aufstehen, die Arme in die Höhe strecken und sich zwischen die Schulterblätter klopfen lassen.

Bei häufigem Schluckauf helfen Pfefferminze, Fenchel, Salbei und Schafgarbe.

Schnarchen

Da das Schnarchen vorwiegend beim Liegen auf dem Rücken erfolgt, gilt es dieses zu unterbinden. Ein zwar drastisches, aber nichts desto weniger hilfreiches Mittel ist das Aufkleben eines Steinchens oder einer Erbse mit Heftpflaster auf dem Rücken des Schnarchenden. Da das Liegen auf dem Rücken dann schmerzt, dreht sich der Schnarchende automatisch auf die Seite.

Pfefferminztee, abends warm getrunken verhindert Blähungen und Völlegefühl, welche wiederum zum Schnarchen führen können. Auch Fenchel, Anis, und Melisse sind Kräuter die hier Anwendung finden. Darüber hinaus sollten abends schwere Speisen und Alkohol gemieden werden. Vor dem Zubettgehen wären kalte Waschungen von Füßen, Gesicht, Genick und Brust gut.

Schulterschmerzen

Immer mehr Menschen klagen über ständig wiederkehrende Schulter- und Oberarmschmerzen mit oft sehr schmerzhaften Ausstrahlungen als Nervenschmerzen in die Arme. Ursache dafür sind meist durch Zugluft ausgelöste Verspannungen der Hals-, Nacken-, Schulter- und Armmuskulatur. Die Hauptverkrampfung betrifft die Kappenmuskeln vom Kopfansatz zur Schulter, dadurch werden die dort durchführenden Nerven und Gefäße ebenfalls verspannt, und es kommt zu äußerst schmerzhaften Ausstrahlungen bis in den Ober- und Unterarm. Meist werden diese als Nervenentzündungen diagnostiziert, was aber oft nicht zutrifft. Abhilfe kann hier eine Spezialmassage schaffen, die aber leider vielen Masseuren unbekannt ist. Diese Massage des Trapezmuskels hinter dem Schlüsselbein ist ziemlich schmerzhaft, dauert aber, wenn gekonnt durchgeführt, nur wenige Sekunden. Der kurze Schmerz lohnt sich aber, denn schon nach wenigen Minuten klingen die Schmerzen deutlich ab und sind nach einigen Tagen völlig verschwunden.

Eine moderne Art von Schulterschmerzen ist die "Autofahrerkrankheit". Diese tritt vor allem beim Lenker durch Zugluft, offenen oder undichten Fenstern und durch das Gebläse der Klimaanlage auf. Diese Beschwerden sind allgemein bekannt und werden mit den verschiedensten Mitteln wie Einreibungen, Spritzen und dergleichen oft erfolglos behandelt. Unser Rat ist es Angora Unterwäsche anzuziehen und die Beschwerden werden bald der Vergangenheit angehören.

Stirnhöhlenkatarrh

Stirnhöhlen-, Nebenhöhlen- und Rachenkatarrh sind sehr oft die Folgen von unterdrückten oder übergangenen Entzündungen meist bakterieller Natur. Stirnhöhlenkatarrhe sind sehr unangenehm, weil sie immer wieder kommen und dann bei jeder kleinen Verkühlung wieder akut werden können. Wird der Stirnhöhlenkatarrh verschleppt, kommt es zur Stirnhöhleneiterung mit Eiterungen aus der Nasenöffnung, starken Kopfschmerzen und nicht selten zu Fieber. Bei längerer Krankheitsdauer und bei Penizillinimmunität oder -empfindlichkeit kommt es zu einer chronischen Erkrankung, sodass oftmals operiert werden muss, was aber meist nur eine Notlösung darstellt aber keine Heilung.

Erfolgversprechender ist hier die Konsultation eines homöopathischen Arztes, da die Homöopathie sehr gute Mittel kennt, die zudem den großen Vorteil aufweisen, keine bösartigen Nebenwirkungen zu verursachen, wie es bei der Behandlung mit Antibiotika immer wieder vorkommt. Die Naturheilkunde hilft hier mit Inhalationen mit Lindenblütentee und Kamille, oder Kamille und Heublumen bzw. Salbei. Diese Inhalationen lockern und lösen die Verkrustungen und Verhärtungen wie auch Verschleimungen der Luftwege. Bei Inhalationsbehandlung muss vor allem darauf geachtet werden, dass man sich nicht der Zugluft oder Wind aussetzt, weil in einem solchen Falle alles noch schlimmer wird.

Zur äußeren Behandlung bewährt sich das Auflegen von Kohlblättern, sowie Umschläge mit leicht angerösteten Zwiebeln, jeweils drei bis vier Stunden lang. Hilfreich sind auch Lehmumschläge, die vorher entweder mit Essigwasser oder Magermilch abgerührt werden. Es ist zweckmäßig, dem Lehm auch etwas Zwiebel und Leinöl zuzufügen. Dies hält den Lehm geschmeidiger, sonst beginnt er leicht zu bröseln. Zu empfehlen sind auch warme Auflagen von Leinsamen.

Venenleiden

Sie sind nicht nur häufig auftretende Folgeerscheinungen von Schwangerschaften, sondern treten auch genauso bei Männern auf. Die Veranlagung dazu ist vererbbar. Die Krampfadern entstehen durch eine Bindegewebeschwäche der Venenwände, und nur zu oft ist das Tragen von zu kleinen Schuhen, zu engen Strümpfen und dergleichen ursächlich beteiligt. Besonders anfällig sind Menschen mit stehenden Berufen, wobei besonders dauerndes Stehen auf Steinböden zu Krampfadern führen kann. Aber auch ständiges Sitzen mit angewinkelten Beinen kann durch die damit verbundene schlechte oder geminderte Blutzirkulation zu den gleichen Erscheinungen führen. Manchmal sind auch Verdauungsstörungen und Verstopfung schuld an Venenerkrankungen.

Eine Langzeitbehandlung mit innerlich angewandten Venenmitteln und Tees, von außen her unterstützt durch Venensalben, die meist aus Kastanien hergestellt werden, sowie die Einnahme von zirkulationsfördernden Mitteln ist geeignet, eine weitere Ausdehnung der Venen zu unterbinden. Auch kurze, sich häufig wiederholende Sonnenbäder mit anschließenden kalten Kniegüssen haben sich immer wieder bewährt. Bei Venenentzündungen ist in jedem Fall Bettruhe erforderlich, wobei die Beine hoch gelagert werden müssen. Sehr hilfreich sind hier Umschläge mit Topfen oder ungesalzenem Schweinefett zum Ausziehen der „Hitze“. Besonders muss auch auf geregelten Stuhlgang geachtet werden.

Eine spürbare Besserung erreicht man durch leichtes Einreiben mit Ringelblumen- oder Beinwellsalbe. Zusätzlich können spezielle Venentees getrunken werden. Als besonders wirksam erweist sich hier immer wieder das Weinrautenkraut sowie Arnika, Ginster, Löwenzahn, Baldrian, Steinkleeblüten und Misteln.

Bei Krampfadern muss auch auf eine entsprechende Diät geachtet werden. Absolut zu meiden sind Bohnenkaffee, Wein, Schweine- und Selchfleisch sowie scharfgewürzte Speisen im Allgemeinen. Vor allen Dingen sollte das Rauchen unbedingt eingestellt werden. Hingegen wirken Sauermilch, Buttermilch, Sauerkraut, Leinsamen und Vollkornbrot heilend. Ein äußerst wirkungsvolles Mittel gegen Krampfadern ist das Ansetzen von Blutegeln, doch gibt es heute nicht mehr viele Menschen, die sich darauf verstehen.

Verkühlung

Die beste und wirksamste Hilfe bei fast allen Erkältungen ist immer noch möglichst schnell Gegenmaßnahmen zu treffen. Wenn man eine Erkältung verspürt soll der Körper unverzüglich zum Schwitzen gebracht werden. Dazu trinkt man einen Erkältungstee, mit Honig gesüßt und möglichst heiß. Bevor man sich dann mit einer Wärmflasche ins Bett legt, ist es gut ein heißes Fußbad mit Salz und Essig zu machen. Wiederholt man das Trinken von schweißtreibenden Tees wie Lindenblüten- oder Holunderblütentee, sowie die Fußbäder und bleibt im warmen Bett liegen, kann man eine Verkühlung schon vor ihrer Entstehung abfangen.

Bei einer Neigung zu Öfteren Erkältungen muss der Körper langsam abgehärtet werden. Dazu macht man mindestens täglich kalte Duschen sowie kalte Unterarm- und Fußbäder. Viel frische Luft, am besten bei langen Spaziergängen bewirken richtige Wunder für das Immunsystem. Vor allem nach sportlicher Betätigung sollte man sich zuerst warm und am Ende kalt abduschen und danach auf warme Bekleidung achten. Vor allem die warme und der Temperatur angemessene Kleidung ist auch im Alltag ausschlaggebend dafür, dass es nicht so leicht zu Erkältungen, aber vor allem auch nicht zu Nerven-, Muskel-, Gehirnhaut-, Gelenks-, Lungenentzündungen oder Ähnlichem kommen kann. Vor allem wäre es wichtig, die Nierengegend ausreichend durch Kleider warm zu halten, da gerade sie sehr anfällig für Verkühlungen ist und es leicht zu Erkrankungen der Harnwege, Nierenbeckenentzündungen, Unterleibserkrankungen und Blasenleiden kommt.

Eine der geeignetsten Vorbeugemaßnahmen gegen Erkältungen ist das Schlafen bei offenem Fenster, wobei dabei das Tragen einer Schlafmütze, vor allem für ältere Menschen, sehr wichtig wäre. Überhaupt ist darauf zu achten, bei kühleren Temperaturen, wie sie vor allem in nördlicheren Gegenden meist herrschen, eine Kopfbedeckung zu tragen, da ein großer Teil der Körperwärme über eben den Kopf verloren geht. Mund-, Rachen-, Magen-, Darm-, Blasen- und Nierenschleimhäute sind sehr empfindlich gegen Verkühlungen. Ist es passiert sollte Kamillen- oder Salbeitee getrunken werden.

Wer bereits verkühlt ist, sollte nicht der Versuchung erliegen, die heißen Stellen mit kaltem Wasser zu kühlen, denn dadurch können hartnäckige Ausschläge entstehen. Deshalb darf die schwitzende Haut nie mit kaltem Wasser, sondern immer vorher mit warmem und abschließend erst mit kaltem Wasser gewaschen und geduscht werden.

Auch sehr hilfreich und effizient ist die Vorbeugung gegen Erkältungen indem man auf eine ausreichende Versorgung mit Vitamin C achtet. Es ist vor allem zu finden in Zitrusfrüchten aber auch in Beerenfrüchten wie Preiselbeeren, Holunderbeeren, Hagebutten und Johannisbeeren. Hierbei muss man nur darauf achten, dass keine Allergie, Schuppenflechte, Magenübersäuerung oder Erkrankung, bei der die Frucht verboten ist, vorliegt.

Verstopfung

Bekannt ist der Spruch Sauerbruchs, des großen Chirurgen, der sagte: "Der Tod sitzt im Darm". Folglich müssen wir unserer Verdauung die allergrößte Beachtung widmen. Ein Ausdruck des Fehlverhaltens unserer Zivilisationsgesellschaft ist die erschreckende Zunahme von Stuhlbeschwerden. Auffallend dabei ist die zunehmende Häufigkeit besonders bei Frauen, was nicht nur auf falsche Ernährung, sondern auch auf ein gestörtes Verhältnis zur Umwelt hindeutet. Dadurch kommt es sowohl zu körperlichen als auch seelischen Spannungen und Stresszuständen, die Verkrampfungen, Appetitlosigkeit, Nervosität und dergleichen zur Folge haben. Dazu kommt in viel stärkerem Maße als bei Männern der Wunsch, schlank zu sein, wegen dem viele Frauen große Opfer und Hungerkuren auf sich nehmen. Wenn aber der Darm zu wenig zu tun bekommt, wird er träge, und die Folgen sind Verstopfungen, Funktionsstörungen und dergleichen.

Dazu kommt in gesteigertem Maße die sitzende Beschäftigung im Büro und ähnliches, die einer geregelten Verdauung nicht förderlich ist. Genauso die überfeinerte Kost, die meist arm an Ballaststoffen ist und dem Organismus nicht mehr die Stoffe liefert, die dieser für seine zahllosen Aufgaben benötigt. Ein besonderes Kapitel ist hier der Konsum von Tabak. Raucher glauben oft, sie müssten rauchen, um die Verdauung zu fördern. Dies ist aber nur bedingt richtig, denn wird das Rauchen übertrieben, wird das Gegenteil erreicht.

Die vielen angepriesenen laxier mittel sind nicht geeignet, Darmträgheit und chronische Verstopfung auf Dauer zu beheben, sondern lediglich nur vorübergehende Behelfsmittel, die sogar schädlich wirken, wenn sie längere Zeit hindurch eingenommen werden. Zielführend kann immer nur eine grundsätzliche Kostumstellung sein. Zucker, Mehlspeisen, Süßigkeiten, Schokolade usw. sollten zugunsten einer ballaststoffreichen Kost gemieden werden. Das Beste wäre natürlich eine totale Umstellung auf Rohkost. Abgesehen von der richtigen Ernährung sollte anstelle von chemischen Präparaten mit Diätkleie, Honig, Leinsamen, Aloepulver und natürlich entsprechenden Heilkräutern nachgeholfen werden. Schlehdornblüten- und -blätter, Sennesblätter, Faulbaumrinde, Kamille, Fenchel, Andornblätter, Angelikawurzeln, Berberitzenwurzeln oder auch Tausendguldenkraut und Kümmel. Stuhlfördernd wirken Senfkörner, die am Morgen geschluckt und mit etwas Wasser nachgespült werden; auch Dörrpflaumen, die über Nacht eingeweicht und morgens auf nüchternen Magen gegessen werden, sind sehr wirksam (Vorsicht bei Gallenleiden!). Andere gut wirkende Mittel sind Feigen und Sauerkraut. Auch ein Glas lauwarmes Wasser, am Morgen vor dem Frühstück getrunken, ist oft schon hilfreich. Etwas stärker wirkt lauwarmes Wasser mit einem Teelöffel Honig und zwei Esslöffeln Apfelessig. Letzteres ist besonders für alte Menschen günstig, weil dadurch gleichzeitig der Säurehaushalt und der Stoffwechsel positiv beeinflusst werden.

Warzen

Warzen sind meist gutartige Wucherungen auf der Haut in den verschiedensten Formen. Am häufigsten bilden sich derartige Wucherungen auf den Händen, wobei besonders Kinder davon befallen werden. Die Ursachen sind noch weitgehend unbekannt, doch darf angenommen werden, dass es sich um Symptome seelischer Erkrankungen handelt. Durch schwere Störungen des seelischen Gleichgewichtes kommt es zu Stoffwechselstörungen, wodurch rückständige Eiweißstoffe, ungelöste Fettsäuren und Mineralsalze durch die Talgdrüsen der Haut ausgeschieden werden und dabei die Warzenbildung verursachen. Deshalb ist bei Warzenbefall immer eine Blutreinigung erforderlich. Auch eine entsprechende Nieren- und Leberreinigung ist zweckmäßig. Ein Blutreinigungstee soll nur bei abnehmendem Mond getrunken werden. Nimmt der Mond wieder zu, soll anstelle des Blutreinigungstees Stoffwechsel- oder Nierentee getrunken werden. Diese Kuren sind besonders im Frühling und im Herbst notwendig und in diesen Jahreszeiten am erfolgreichsten.

In der Ernährung ist eine Umstellung notwendig, bei der besonders auf die Vermeidung von Schokolade, Süßigkeiten, geräuchertem Fleisch und Wurstwaren, Schweinefleisch und Eiern Bedacht genommen werden muss. Hingegen ist der reichliche Genuss von Gemüse, frischem Obst und Säften zu empfehlen. Am zweckmäßigsten ist natürlich das Saftfasten in Verbindung mit der Blutreinigung. Ein altes Volksmittel ist das abendliche Einreiben der Warzen mit Tafelkreide. Auch Kräuter wie Hauswurz, Sonnentau, Stiefmütterchen, Brennnesseln und Zinnkraut brachten oft den ersehnten Erfolg. Warzen dürfen niemals mit Gewalt entfernt werden, da in solchen Fällen die Warzen nicht nur wiederkommen, sondern eine Übertragung auf andere Hautstellen und auch auf andere Menschen erfolgen kann.

Es gibt auch eine lange Liste von sogenannten Sympathiemitteln, welche die Warzen vertreiben können. So ist eine Möglichkeit, lästige Warzen loszuwerden, an einem Bach entlang zu gehen, sich einen flachen Stein zu wählen, diesen anzuspucken und die Warzen damit abzureiben. Dann wird der Stein über die Schulter in den Bach geworfen, und man muss, ohne sich umzudrehen, weggehen. Wenn derartige Sympathiemittel auch oft belächelt werden, so ist deren Wirksamkeit doch vielfach belegt. Doch wenn man den seelischen Ursprung von Warzen berücksichtigt, sind solche psychologische Heilmethoden gar nicht so abwegig, wie es manchmal den Anschein hat.

Wechseljahre

Die Furcht vor den Wechseljahren ist eigentlich völlig unbegründet. Es ist als erwiesen zu betrachten, dass sich bei rund drei Vierteln aller Frauen der Wechsel ohne die geringsten Beschwerden vollzieht. Der Beginn der Wechseljahre ist fließend und hängt auch von verschiedenen inneren und äußeren Gegebenheiten ab. Als Faustregel darf gesagt werden, dass der Wechsel in den meisten Fällen ca. 35 Jahre nach der ersten Menstruation beginnt. In unseren Breitengraden also etwa zwischen dem 44. und 54. Lebensjahr. Der Wechsel kündigt sich durch unregelmäßig und spärlich werdende Monatsblutungen an, die schließlich ganz ausbleiben.

Der Wechsel beruht auf einer Veränderung des Hormonhaushaltes, in einer Umstellung des Stoffwechsels, einer Einschränkung der Fettverbrennung im Körper usw. Durch die verminderte Fett- und Schlackenverbrennung kommt es vielfach zu erheblichen Gewichtszunahmen während der Wechseljahre besonders um Brust, Hüften und Gesäß. Dieses "Mollig werden" wird von vielen Frauen gefürchtet, und sie versuchen mit allen Mitteln, ihren Körper schlank zu erhalten. Der durch die Stoffwechselumstellung ohnehin etwas belastete Körper kann durch unvernünftige Hungerkuren, Verwendung von Appetitzüglern und dergleichen, zusätzlichen Belastungen ausgesetzt sein, die in Gelenksbeschwerden, Atemnot, Wallungen, Herzbeschwerden, Verstopfung, Schweißausbrüchen, Übelkeit, Gleichgewichtsstörungen und ähnlichem sicht- und spürbar werden.

In einer Leberdiät sollten fett- und eiweißreiche Speisen gemieden werden das heißt, Fleisch, Mehlspeisen, Wurst, Geräuchertes, Vollmilch, Eier und blähende Speisen nur selten auf den Tisch kommen zu lassen. Dagegen müsste wesentlich mehr Rohkost gegessen werden, frisches Obst, Gemüse, Blattgrün und Säfte.

Vor allem die Psyche der Frau ist in diesen Jahren des Überganges einer schweren Belastungsprobe ausgesetzt. Dadurch sind Frauen oft äußerst reizbar, worunter nicht nur ihre Umgebung, sondern auch sie selbst häufig leiden. Wechselbeschwerden treten vor allem dann auf, wenn die Frau im Laufe ihres Lebens schwere Operationen, Eierstockentzündungen, Gebärmutterentzündungen, Frühgeburten, Abtreibungen, Kropferkrankungen, schwere seelische Belastungen usw. durchmachen musste. Auch die lange oder dauernde Verwendung von Hormonpräparaten (Pille) führt häufig zu Schwierigkeiten während der Wechseljahre. Immer mehr Beachtung finden heute auch die Wechseljahre beim Mann. Denn auch im Körper des Mannes vollzieht sich in diesen Jahren eine Umstellung des Körperhaushaltes. Doch sind damit keine so tiefgreifenden Veränderungen wie bei der Frau verbunden. In der Regel zeigt sich beim Mann während der Wechseljahre eine erhöhte Anfälligkeit für Herzinfarkte, Kreislaufstörungen, Schlagfluss, Absinken der Potenz, Schweißausbrüche, Reizbarkeit usw. Doch wenn in der Lebens- und Ernährungsweise darauf Bedacht genommen wird, gehen die Wechseljahre meist ohne größere Schwierigkeiten vorüber.

Um möglichen Depressionen entgegenzuwirken, ist der Aufenthalt in der Natur sehr wichtig. Kräuter wie Frauen- und Silbermantel, Rosmarin, Holunderblüten, Stiefmütterchen, Ringelblumen, Baldrianwurzeln, Johanniskraut, Lavendel und Zinnkraut helfen mit, die Wechseljahre gut zu überstehen. Meiden sollte man vor allem fette Speisen, Fleisch, Wurst, Mayonnaise, Bratensoße und paniertes. Desgleichen Schokolade, Süßigkeiten, Hülsenfrüchte, Weißbrot, Fettkäse und Spirituosen. Zu empfehlen ist der Genuss von Leinsamenbrot, Knäckebrot, frischer Butter, grünen Paprikaschoten, Beeren- und Obstsäften sowie Wurzelgemüse. Außerordentlich vorteilhaft sind wöchentlich einmal ein Fasttag sowie ein Obsttag.

Zahnfleischbluten

Bei Zahnfleischblutungen helfen Mundspülungen mit Blutwurzen recht gut. Dafür lässt man die Wurzeln 15 Minuten lang kochen, seiht sie dann ab und macht mit dem lauwarmen Absud Mundspülungen. Auf keinen Fall sollte man es mit dem heißen Absud machen, da das bei Blutungen niemals günstig ist. Auch Arnika, Ringelblume, Salbei und Schafgarbe helfen in diesen Fällen. Doch darf man diese nicht so lange kochen wie Wurzeln, da sie sonst ihre Wirksamkeit verlieren. Ein paar Tropfen Neuner’s Arnikatinktur in Wasser kann auch zum gurgeln sowie zum bepinseln der blutenden Stelle verwendet werden. Anschließend sollte heilendes Neuner’s Kräuteröl aufgepinselt werden.

Wer unter Zahnfleischblutungen zu leiden hat, sollte keinen Bohnenkaffee, schwarzen Tee oder Alkohol, insbesondere Wein, zu sich nehmen. Auch scharf gewürzte Speisen sollten vermieden werden.

Ödeme

Durch schlechte Nierenfunktionen oder auch durch Herz-, Leber- und Unterleibserkrankungen treten oft Rückstauungen und wassersüchtige Anschwellungen auf. Zu unterscheiden ist dabei zwischen Nieren-, Bauch-, Herz-, Leber-, Lungen-, Haut- und allgemeiner Wassersucht. Durch die Wasseransammlung im Körper wird das Blut zu wässrig und der Körper friert leicht. Es ist deshalb notwendig, die Körperfunktionen anzuregen und schweißtreibende Mittel anzuwenden. Dazu eignen sich vor allem Topfenwickel auf den Unterleib, den Bauch und die Brust, desgleichen Lehmumschläge. Auch hier haben Kräuter ihre Bedeutung. Darunter besonders Holunderwurzel und Wacholderbeeren. Allerdings dürfen Nierenkranke, Unterleibskranke und Schwangere keine Wacholderbeeren zu sich nehmen. Wassertreibend wirken auch Kräuter wie Attichwurzeln, Fenchelwurzeln, Liebstöckelwurzeln, Eberwurzeln, Petersiliensamen, Petersilienwurzeln. Schwangere sind jedoch auch davon ausgeschlossen. Auch Umschläge aus Bruchkraut, Löwenzahn, Löwenzahnwurzeln und Gauchheilkraut sind heilsam.

Bei Herzwassersucht wirkt Rosmarinwein besonders günstig. Man bereitet diesen, indem man 40 g Rosmarin in einem Liter guten Weißweines ansetzt, acht Tage ziehen lässt und dann viermal pro Tag ein kleines Gläschen davon trinkt. Bei Bauch- oder allgemeiner Wassersucht genügt es manchmal, täglich eine Tasse Petersilienwurzeltee zu trinken. Wirkungsvoll sind auch die Brennnessel, das Schachtelhalmkraut und die Taubnesselblüte. Fleisch, Alkohol und stark gesalzene Speisen sind verboten. Salz deshalb, weil es die Eigenschaft hat, das Wasser im Körper zu binden. Besonders wichtig bei Wassersucht ist Schwitzen, weil sich dabei die Poren der Haut öffnen und der Körper Giftstoffe und überschüssiges Wasser über die Haut ausscheiden kann. Als wassertreibender Tee hat Majorantee eine altbewährte Tradition.