Gesundheit aus der Natur

Die Menschen unserer Zeit wissen meist nur sehr wenig über die heilenden Kräfte der Natur. Sie bietet unzählige rein natürliche Wege um Krankheiten und kleinere Leiden zu lindern oder zu heilen. Wir von Neuner’s haben hier für Sie verschiedene Tipps und Ratschläge, aus der reichen Erfahrung des Naturheilers Hans Neuner zusammengestellt, um Erkrankungen zu verstehen und den Körper mit natürlicher Unterstützung wieder in Einklang zu bringen. Entdecken Sie die Kraft der größten Apotheke der Welt – der Natur.

Bei Erkältungen kommt es vor allem darauf an, dass eine gezielte Gegenmaßnahme sofort, ohne Verzögerung, in Angriff genommen wird. Rasche Hilfe ist bei fast allen Erkältungen noch immer die beste und wirkungsvollste Hilfe. Daher soll, sobald man eine Erkältung verspürt, der Körper unverzüglich zum Schwitzen gebracht werden. Dazu trinkt man einen Erkältungstee wie Neuner’s Tradition Kräutertee Nr. 10 und zwar mit Honig gesüßt und möglichst heiß. Gleichzeitig bereitet man ein heißes Fußbad, wobei dem Wasser etwas Salz oder Essig beigegeben werden soll. Nach dem Fußbad von 10 Minuten Dauer gleich ins Bett, möglichst mit einer Wärmeflasche für die Füße und zwei Stunden liegenbleiben. Wenn man dabei ordentlich zugedeckt ist, kommt der Körper ins Schwitzen.
Schweißtreibende Mittel sind Lindenblütentee, Holunderblütentee und notfalls auch Kamillentee mit Honig oder heiße Milch mit Honig.
Kneippt man schon längere Zeit und ist der Körper dadurch schon etwas abgehärtet, sind kalte Waschungen, kurze kalte Sitzbäder und Sitz-Reibe-Bäder sehr wirksam. Anschließend gleich ins Bett. Nach einer Stunde wiederum zwei Minuten lang ein kaltes Bad, dann zwei Stunden ins warme Bett. Dies kann einige Male wiederholt werden, doch ist unbedingt darauf zu achten, dass das Bett dabei immer warm gehalten wird.

Bei Neigung zu öfteren Erkältungen muss der Körper langsam abgehärtet werden. Dazu macht man täglich mehrmals Kaltwaschungen. Morgens auch kalte Unterarmbäder und abends kalte Fußbäder. Und besonders wichtig ist selbstverständlich viel frische Luft. Tägliche Spaziergänge von nicht zu kurzer Dauer wirken hier Wunder. Dies gilt besonders für Menschen, die berufsbedingt sich fast ausschließlich in geschlossenen Räumen aufhalten müssen, denn erfahrungsgemäß sind diese Menschen ganz besonders anfällig für Erkältungen.

Nach sportlicher Betätigung, die doch in den meisten Fällen Schweißausbrüche zur Folge hat, sollte unbedingt darauf geachtet werden, anschließend gleich heiß und abschließend kalt zu duschen und frische, warme Kleidung anzuziehen. Wird dies versäumt, so kann es nicht nur zu Erkältungen kommen, sondern auch zu Entzündungen. Angesichts dieser möglichen schwerwiegenden Folgen ist es tatsächlich gänzlich unverständlich, dass Menschen immer wieder aus Bequemlichkeit diese Duschen unterlassen und so leichtsinnigerweise große gesundheitliche Gefahren und Schädigungen in Kauf nehmen.

Ein besonderes Kapitel ist das Tragen von entsprechenden Kopfbedeckungen, worauf heute vielfach überhaupt verzichtet wird. Das ist in Ländern mit warmem Klima durchaus in Ordnung, in unseren, einen großen Teil des Jahres ja doch ziemlich unwirtlichen Gegenden, kann dies böse Folgen nach sich ziehen. Ältere Menschen, die (wie es unbedingt anzuraten ist), bei offenem Fenster schlafen, sollten nachts eine Schlafmütze tragen, um sich vor Erkältungen zu schützen. Das Schlafen bei offenem Fenster, sowohl im Sommer als auch im Winter, ist eine der geeignetsten Vorbeugemaßnahmen gegen Erkältungen. Und nicht nur das. Während des Schlafens atmet der Mensch nicht so tief wie in wachem Zustand und nimmt daher weniger Sauerstoff auf. Daher sollte die eingeatmete Luft möglichst sauerstoffreich sein. Bei geschlossenem Fenster wird die Luft bald verbraucht, und die Folge ist bleierne Müdigkeit beim Erwachen. Dies kommt daher, weil durch stundenlanges Einatmen verbrauchter, also sauerstoffarmer Luft, das Blut zu wenig Sauerstoff enthält.

Auch auf innere Erkältungen muss hingewiesen werden, die besonders durch Speiseeis und eisgekühlte Getränke hervorgerufen werden. Unangenehme Erkrankungen wie z. B. Magen- und Darmkatarrhe, Gastritis, Colitis, Durchfall, Erbrechen u. a. m. sind sehr oft darauf zurückzuführen. Wenn man auf eine heiße Elektrokochplatte kaltes Wasser gießt, so verdampft diese zischend, doch die Platte wird bald gesprungen und daher unbrauchbar sein. Im Grunde passiert dasselbe in unserem Körper, wenn wir den erhitzten Körper mit eiskalten Getränken zu kühlen suchen. Dies gelingt viel besser mit heißen Getränken. Menschen, die in heißen Gegenden wohnen, wissen dies nur zu gut.

Mund-, Rachen-, Magen-, Darm-, Blasen und Nierenschleimhäute sind sehr empfindlich gegen Verkühlungen. Ist es passiert, sollte sofort Kümmeltee oder Kamillentee mit Salbei oder eventuell Wermuttee getrunken werden, und zwar stündlich ein Schluck. Auch heiße Kompressen auf dem Bauch oder dem Magen mit Kamillentee oder Essigwasser helfen den Schaden zu beheben.
Vor sogenannten Erwärmungsgetränken wie z. B. Schnaps oder Bohnenkaffee muss jedoch eindringlichst gewarnt werden, weil diese Getränke den Zustand nur verschlimmern.

Zur Vorbeugung gegen Erkältungen eignet sich bekanntlich sehr gut Vitamin C, das in Zitrusfrüchten reichlich vorhanden ist. Wir haben aber auch Vitamin C in heimischen Gewächsen, und zwar besonders in Preiselbeeren, Holunderbeeren, Brombeeren, Johannisbeeren, in Sanddorn und Hagebutte. Alle diese Beeren können in den verschiedensten Formen genossen werden, sei es als Tee, als Marmelade oder wie immer. Allerdings muss dazu vermerkt werden, dass Beeren und Zitrusfrüchte bei Magenübersäuerung, Nierenerkrankungen, Blasenleiden, Hautausschlägen, Schuppenflechte und Allergien nicht verwendet werden sollen.

Sowohl vorbeugend als auch heilend nach Angina, Rachenkatarrhen und Verkühlungen wirken Mund- und Rachenspülungen mit Beerenwasser, Zitronenwasser oder Kamillen- und Salbeitee, dem noch einige Tropfen Apfelessig beigegeben werden.
Bei Neigung zu Ohrenverkühlungen ist es ratsam, die Ohren mit etwas Watte zu verschließen und sowohl morgens als auch abends hinter den Ohren Einreibungen mit Latschenkieferöl, Eukalyptusöl oder Neuner’s Kräuteröl zu machen. Letzteres kann auch ein bis zweimal pro Woche ins Ohr selbst eingeträufelt werden, jedoch nicht, ohne das Öl vorher leicht anzuwärmen. Hinterher sollte das Ohr wieder mit Watte verschlossen werden.
Bei leichter Verkühlbarkeit von Blase, Nieren und Unterleib ist natürlich in erster Linie auf entsprechend warme Fuß- und Körperbekleidung zu achten. Zweckmäßig sind auch warme Fußbäder am Abend oder eventuell Wechselbäder. Zu empfehlen sind auch Abreibungen von Blasen- und Nierengegend mit Zwiebeln, und anschließend sollten warme Auflagen von Kamillen- oder Heublumensäckchen gemacht werden