Wacholder

Der Wacholderbaum ist eine der am meisten verbreitetsten Pflanzen unserer Erde. Er ist immergrün und wächst anspruchslos vom Flachland übers Tal bis ins Hochgebirge. Seine Früchte, die Wacholderbeeren, wurden in unzähligen Überlieferungen wegen ihrer starken, heilenden Wirkung gepriesen. Ihnen wurden magische Kräfte nachgesagt und so verwendeten sie viele Völker als Schutzmittel vor Verwünschungen und negativen Kräften. Auch heute finden sie Anwendung als Heilmittel natürlichen Ursprungs.

 

Sie haben eine starke Reizwirkung auf die Niere, wodurch diese angeregt wird besser und effizienter zu arbeiten. Das ätherische Öl, welches hier die Hauptwirkung erzielt, wirkt auch antiseptisch weshalb Wacholderbeeren vielfältig eingesetzt werden können. Bei Verdauungsbeschwerden wie Aufstoßen, Sodbrennen und Völlegefühl helfen sie genauso gut wie bei Rheuma und Gicht und natürlich in ihrem eigentlichen Anwendungsgebiet, nämlich als harntreibendes Mittel. Durch diese Wirkung unterstützen sie in Nierentees die Niere direkt und in Stoffwechseltees über die Niere den Stoffwechsel, da durch eine vermehrte Harnbildung und Ausscheidung der gesamte Stoffwechsel im Körper angeregt und belebt wird. Wacholderbeeren können gekaut werden, wie man es beispielsweise bei Nierensteinen tut, werden aber meist in Teemischungen eingenommen. Durch ihre starke Wirkung ergibt sich allerdings auch, dass sie für schwangere Frauen sowie für an Entzündungen im Nierenbereich Leidenden ungeeignet sind. Das stellt allerdings bei Grobschnitten, bei denen die Beeren noch im Ganzen in der Teemischung sind wie bei Neuner’s, kein Problem dar, da man sie einfach aus der Mischung nehmen kann und den Kräutertee ohne die Beeren aufgießt.