Schachtelhalm

Bereits seit über 390 Millionen Jahren wächst der Schachtelhalm auf der Erde. Genau wie der Mensch sich weiter entwickelt hat, hat auch der Schachtelhalm sein Aussehen in den vielen Millionen Jahren von einem baumhohen Gewächs, zu seiner heutigen Größe, von etwa einem Meter, verändert. Im Kraut des Schachtelhalms, welches als Arzneimittel verwendet wird, ist einer der Hauptinhaltsstoffe Kieselsäure. Aufgrund dieses hohen Gehaltes wurde Schachtelhalmkraut früher zum Putzen von Zinngeschirr verwendet und trägt heute noch den allgemein geläufigen Beinamen Zinnkraut.

 

Neben der Kieselsäure enthält Schachtelhalmkraut auch Flavonoide, zusammen bewirken sie eine vermehrte Harnbildung und Ausscheidung. Dies begründet warum Schachtelhalmkraut in Arzneitees für die Harnorgane zu finden ist. Hier hat es die Funktion, bei bakteriellen und entzündlichen Erkrankungen der Niere und Blase sowie bei Nierengrieß, für Besserung zu sorgen. Auch in der Vorbeugung gegen diese Erkrankungen zeigt es seine Wirkung hervorragend. Der besondere Vorteil, wenn Schachtelhalmkraut in einer solchen harntreibenden Mischung ist, ist der, dass durch den Kieselsäuregehalt kein Natrium- und Kaliumionenverlust als Folge der vermehrten Harnausscheidung entsteht. Nebenbei sorgt die enthaltene Kieselsäure auch für eine Festigung des Bindegewebes und regt den Stoffwechsel im Körper an. Der Stoffwechsel wird also gleich doppelt angeregt, zum einen durch die vermehrte Arbeit der Nieren und anderen Ausscheidungsorgane, wie der Haut, und zum anderen durch die enthaltene Kieselsäure. Dies bringt wiederum den Kreislauf in Schwung. Schachtelhalmkraut kann aber nicht nur als Tee getrunken werden, sondern schafft auch Besserung bei Blasen- oder Nierenerkrankungen als Sitzbad.