Salbei

Ursprünglich stammt der Salbei von den Küsten des Mittelmeergebiets. Dort wurde er von den alten Griechen und Römern als Heilpflanze verehrt. Sie verwendeten ihn als Medizin und als Huldigung für ihre Götter. Salbeiblätter waren früher sogar ein wertvolles Tauschmittel. Benediktinermönche brachten ihn von ihren Reisen mit ins Landesinnere nach Mitteleuropa. Fortan wurde er in Klostergärten angebaut und von den Gelehrten als Heilmittel angewandt.

 

In der Heilmedizin spielen auch heute noch die Blätter des Salbei die Hauptrolle. Sie enthalten in erster Linie ätherisches Öl, nämlich Thujon, Cineol und Campher, und Gerbstoffe, die zusammenziehend und somit entzündungshemmend wirken. Das ätherische Öl kennzeichnet nicht nur den allgemein bekannten, starken Geruch von Salbei, sondern ist im Zusammenspiel mit den anderen Inhaltsstoffen auch ausschlaggebend für die Wirkung desselben. Er wirkt antibakteriell, schweißhemmend und wie erwähnt, bewirken die Gerbstoffe ein Zusammenziehen der Poren, wodurch Bakterien und ähnliches schwieriger eindringen können. Anwendung findet Salbei bei Magen- und Darmkatarrhen, wo er beruhigend und entzündungshemmend wirkt, ebenso wie bei Entzündungen der Mund- und Rachenschleimhaut. Vor allem erreicht man eine starke Besserung bis Heilung bei Nachtschweiß, nervös bedingter übermäßiger Schweißbildung und man kann plötzlichen Schweißausbrüchen im Wechsel entgegenwirken und vorbeugen. Auch bei Blähungen und Ermüdung zeigt sich durch einen Tee, in dem die Wirkstoffe des Salbei gelöst sind, eine deutliche Besserung.