Rotklee

Wer hat es noch nicht getan? Sich auf die Suche nach einem Vierklee begeben? Unzählige Mythen ranken sich um den Klee, doch egal ob er nun zwei, drei oder vier Blätter hat, ist er ein effektives und hoch geschätztes Heilkraut. Rotklee wächst auf nahezu jeder Wiese in Europa, manchmal kommt er auch als weißer oder gelber Klee vor. Man würde meist bei so einem altbekannten Kraut nicht vermuten, mit welcher Kraft es unserem Körper Hilfe leisten kann.

 

Ein heißer Aufguss von den getrockneten Blüten, getrunken als Tee ist ein hervorragendes Mittel bei Husten und Atemwegserkrankungen und wird auch bei Magenentzündungen und Pilzinfektionen eingesetzt. Äußerliche Umschläge, mit in Tee getränkten Tüchern, schaffen Erleichterung und Besserung bei Neurodermitis. In der Hauptsache enthält Rotklee Isoflavonoide, die sogenannten Phytoöstrogene. Sie binden sich an die Östrogenrezeptoren im Körper und entwickeln somit eine hormonartige Wirkung. Das heißt, angewendet bei Wechseljahrbeschwerden von Frauen sowie natürlichen Alterserscheinungen, die bei Frauen häufig auftreten, wie etwa Osteoporose, bewirken sie eine deutliche Besserung der Situation. Wechselbeschwerden werden aber nicht nur bei Frauen gelindert, sondern auch für Männer in der klassischen Midlifecrisis bringen sie Erleichterung und schenken innere Ausgeglichenheit. Ein weiteres Wirkungsgebiet der enthaltenen Isoflavonoide ist das allgemein bekannte PMS (prämenstruelles Syndrom), welches bei Frauen aller Altersgruppen vor der Menstruation auftreten kann. Bauchschmerzen, starke Gemütsschwankungen und Hautunreinheiten treten in diesen kritischen Tagen des Monates auf. Rotklee bringt auch hier, durch die hormonähnliche Wirkung, den Körper wieder ins Lot. So vielfältig kann Rotklee also eingesetzt werden und seine heilenden Kräfte abgeben und dabei schmeckt er auch noch herrlich erfrischend.