Melisse

Schon seit mehr als zwei Jahrtausenden wird die Melisse in der Heilkunde verwendet. Sie ist eigentlich eine südeuropäische Pflanze, doch wurde sie auch von arabischen Ärzten im Mittelalter angewandt. Einmal in einem Garten gepflanzt, wächst sie Jahr für Jahr wieder nach und trotzt allen Widrigkeiten der Natur. Dies zeigt, wie stark die Kraft dieses Krautes ist und das kann sich der Mensch zu Nutze machen, indem er es als Heilkraut anwendet.

 

Der starke, leicht zitronenartige Duft, wegen dem sie oft auch Zitronenmelisse genannt wird, entsteht durch die enthaltenen ätherischen Öle Citral und Citronellal. So wirkt die Melisse beruhigend und schlaffördernd sowie leicht krampflösend und positiv gegen Blähungen. Sie wird angewendet bei nervös bedingten Einschlafstörungen und bei Verdauungsstörungen wie leichten Magenkrämpfen. Selbst bei nervlich bedingten Herzbeschwerden und Migräne schafft die Melisse Abhilfe. So ist dieses Heilkraut in der Lage, aus ihrer Mitte geratene Menschen wieder zu beruhigen und innere Ruhe zu schaffen. Dank ihrem angenehmen Geschmack ergänzt sie wunderbar ausgleichende Teemischungen und solche, die Anwendung finden in Zeiten der Wandlung, um die Ausgeglichenheit im Menschen zu erhalten. So ist es zum Beispiel bei Blutreinigungs- und Entschlackungskuren, bei denen sowieso genügend getrunken werden muss, sinnvoll, den Flüssigkeitsbedarf mit Tees zu decken, die Melissenblätter enthalten.