Kamille

Die Kamille wurde seit jeher als eine der Heilpflanzen gepriesen, die ein so großes Wirkungsgebiet haben wie nur sehr wenige. Schon die Germanen verehrten die Kamille und machten sich ihre hervorragende Heilkraft zu Nutze. Auch heute ist sie wohl das mit Abstand beliebteste Heilkraut Europas. Sie wächst generell sehr anspruchslos an Wegrändern und Getreidefeldern, doch wird sie auch stark kultiviert, damit man einen möglichst hohen Anteil des so wichtigen ätherischen Öls in der Pflanze erhält. Hierbei sind es vor allem die ätherischen Öle Chamazulen und Bisabolol, welche die Wirkung der Kamille begründen.

 

Die Kamille wirkt entzündungshemmend, krampflösend, desinfizierend. Sie führt Besserung bei Blähungen herbei und fördert die Wundheilung. Bei krampfartigen und entzündlichen Magen-Darm-Beschwerden und Blähungen sowie Menstruationsbeschwerden, bei Erkrankungen der Atemwege sowie Entzündungen im Mund und Rachenraum wird sie ebenso angewendet wie bei Hautirritationen und Verletzungen. Bei Ersteren wird ein Teeaufguss, entweder der reinen Kamillenblüten oder einer speziellen Mischung für Magenbeschwerden oder eben Atemwegsprobleme, zubereitet und getrunken. Bei den Atemwegsproblemen kann ein Aufguss auch inhaliert werden. Um Entzündungen im Mund- und Rachenraum zu heilen, kann man mit dem Tee gurgeln und spülen. Äußerlich tränkt man einfach ein Tuch mit Kamillentee und macht wärmende, heilende Umschläge mit dem Aufguss.