Johanniskraut

Um das Johanniskraut rankten sich viele Sagen. So soll es aus dem Blut des Täufers Johannes entstanden sein. Wenn man Johanniskraut zerreibt entsteht eine starke Rotfärbung. Diese Rotfärbung symbolisierte für die Menschen das vergossene Blut Christi. Tatsächlich war dieses Kraut schon für die Griechen und Römer sehr kostbar zur Behandlung von Wunden. Im 18. Jahrhundert wurde auch die antidepressive Wirkung von Johanniskraut entdeckt.

 

Bei leichten Depressionen ist es sicherlich die natürlichste und schonendste Methode, die man wählen kann, um sprichwörtlich wieder die Sonne in sein Leben zu lassen. Das enthaltene Hypericin sowie auch ätherisches Öl und Flavonoide sorgen aber nicht nur dafür, dass inneres Gleichgewicht hergestellt wird und die Nerven gestärkt werden, sie sind auch für die bereits erwähnten wundheilenden Kräfte verantwortlich. Bei kleineren Schrammen und zur schnellen Heilung von Wunden ist Johanniskraut Öl sicherlich das Öl der Wahl. Vor allem die Flavonoide haben eine entzündungshemmende Wirkung, welche zusätzlich gewährleistet, dass die Wunde abheilen kann ohne durch eine Infektion verschlimmert zu werden. Aufgetragen bei Verbrennungen, Verstauchungen und Muskelschmerzen bringt es eine baldige Beschwerdefreiheit oder eben Schließung der Wunden. Selbst bei rheumatischen Beschwerden wird Johanniskraut Öl zur Besserung aufgetragen. Wenn sie eingenommen werden wirken sich die öligen Auszüge aus Johanniskraut auch positiv auf die Verdauung aus. Vorsicht ist allerdings für sonnenempfindliche Menschen geboten, da Johanniskraut, innerlich sowie äußerlich verwendet, die Lichtempfindlichkeit der Haut erhöht und es so schneller zu leichten Hautverbrennungen kommen kann. Deshalb bei der Verwendung von Johanniskraut auf einen Lichtschutzfaktor in der Hautcreme achten.