Hopfen

Hopfen gelangte durch seine Verwendung in der Bierbrauerei zu Weltruhm. Bereits die Ägypter, Babylonier und nicht zuletzt die Benediktinermönche Bayerns verwendeten ihn, um Bier eine herbe Note und längere Haltbarkeit zu geben. Diese herbe Note wird durch die Bitterstoffe Humulon und Lupulon erreicht. Zusammen mit anderen Inhaltsstoffen wie ätherisches Öl, Gerbstoffe, östrogene Substanzen und Flavonoide sind Hopfenzapfen aber auch ein ausgezeichnetes Heilmittel.

Wie im Bier, fördern die Blüten des Hopfen auch in Arzneitees die Schlafbereitschaft. Ein Tee mit Hopfenblüten wirkt beruhigend, schlaffördernd und entblähend. So wird er eingesetzt bei Schlafstörungen, Unruhe, Nervosität und Spannungszuständen. Ebenfalls eine große Rolle spielt er bei der Behandlung von Perioden- und Wechseljahrsbeschwerden. Übererregbarkeit, innere Unruhe und nervös bedingte Einschlafstörungen finden ein Ende. Da Hopfen den Schlaf fördert, ist es zu empfehlen, Teemischungen, in denen er enthalten ist, abends zu trinken, weil es eventuell zu einem langsameren Reaktionsvermögen kommen kann, was ja beim zu Bett gehen niemanden stört, aber dann den wohlverdienten Schlaf beschert.