Holunder

Der Holunderbaum spielte früher eine wichtige Rolle in der Mythologie der Germanen. Für sie war er Wohnsitz einer Naturgöttin, nämlich Frau Holle. Die Beeren des Baumes wurden in der Antike zum Schwarzfärben der Haare verwendet und Schriften aus dieser Zeit belegen, dass Holunder auch als wirksames Arzneimittel bekannt war. Verwendet werden hierfür allerdings in der Hauptsache die Blüten des Baumes.

 

Die Hauptinhaltsstoffe der Holunderblüten sind Flavonoide, ätherisches Öl und Sambunigrin. Dieser Mix bewirkt, dass Kräutertees und Teemischungen, die Holunderblüten beinhalten, stark schweißtreibend wirken und die Bronchialsekretion gesteigert wird. Hilfreich ist das bei Erkältungskrankheiten und Fieber. Im Falle einer solchen Erkrankung ist es wichtig, den Körper in der Selbstheilung zu unterstützen. Dabei vor allem die Reinigungsorgane, wie zum Beispiel die Nieren. Aktiviert man den Schweißfluss, werden über die Haut vermehrt Giftstoffe ausgeschieden und der Organismus wird entlastet. Dazu kommt, dass durch die Verdunstung des Schweißes die natürliche Körpertemperaturregelung unterstützt wird und das Fieber sinkt. Außer in speziellen Grippetees findet man Holunderblüten auch in anderen Teemischungen, da sie einen feinen Geschmack haben und so den Genussfaktor in die, oft bitter schmeckenden, Arzneitees bringen.