Baldrian

Baldrian wurde bereits 800 n.Chr. als Arzneipflanze ausdrücklich empfohlen. Er gehört zu der Familie der Baldriangewächse. Diese Gewächse waren in den Kulturen der Griechen, Römer, Germanen, Kelten und Araber sehr beliebt und wurden auch regelmäßig für verschiedenste Leiden angewendet. Der heute bei uns bekannte und angewandte Echte Baldrian wurde ab dem 18. Jahrhundert beschrieben. Er war und ist ein Mittel, welches hauptsächlich ausgleichend wirkt, bei zu viel beziehungsweise zu wenig Schlaf.

 

Das enthaltene ätherische Öl sowie Valepotriate und Isovaleriansäure wirken beruhigend und fördern die Schlafbereitschaft. Baldrian wird eingesetzt bei Schlaflosigkeit, nervöser Erschöpfung und Konzentrationsschwäche. Bei geistiger Überarbeitung, nervösen Erregungszuständen und Stress ist er ebenso das Kraut der Wahl. Auch hilft er gegen Magenkrämpfe, vor allem, wenn diese nervös bedingt sind. In der Heilkunde verwendet man die Wurzel des Baldrian. Aus ihnen werden Teemischungen bereitet, die für Beruhigung sorgen sollen und eben solche die bei nervös bedingten Magenbeschwerden helfen. Im Gegensatz zu synthetischen Schlafmitteln gibt es am Morgen nach der Anwendung von Baldrian kein „böses Erwachen“, das sich in Mattheit und Müdigkeit äußert. Ein Arzneitee, der Baldrian enthält, sollte abends getrunken werden, da er die Fahrtüchtigkeit beeinträchtigen könnte. Generell ist das Einzigartige am Baldrian, dass er nicht den Geist ermüden lässt, sondern die Nerven beruhigt und der Geist so ruhe findet.